Minderjährigen Flüchtling vergewaltigt? Erzieherin bestreitet alles

Landshut - Es ist ein Vorwurf, der äußerst schwer wiegt: Eine 45 Jahre alte Erzieherin muss sich vor dem Landgericht Landshut verantworten, weil sie einen Flüchtling vergewaltigt haben soll. Der Junge war zur Tatzeit minderjährig.

Ein minderjähriger Flüchtling soll sexuell missbraucht worden sein. (Symbolbild)
Ein minderjähriger Flüchtling soll sexuell missbraucht worden sein. (Symbolbild)  © DPA

Der Anklageschrift zufolge soll sich die Frau Ende 2015 in einer Unterkunft in Kumhausen im bayerischen Landkreis Landshut an dem damals 15-jährigen Jugendlichen aus Afghanistan sexuell vergangen haben.

Die Staatsanwaltschaft warf ihr zum Prozessauftakt am Montag deshalb sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen sowie Vergewaltigung vor.

Die 45-Jährige wies die Vorwürfe zurück.

Zwar habe der Flüchtling, der sich laut der Erzieherin ihr gegenüber als 22-Jähriger ausgegeben habe, versucht, mit ihr Sex zu haben, jedoch habe sie ihn zurückdrängen können.

Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Theo Ziegler, wie es sein könne, dass DNA-Spuren des Jungen in ihrem Körper gefunden worden seien, sagte sie, sie wisse nicht, wie dies geschehen konnte.

Der als Zeuge geladene Flüchtling war zunächst nicht erschienen. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

In Kumhausen in Bayern soll es zu dem Übergriff auf den Minderjährigen gekommen sein.
In Kumhausen in Bayern soll es zu dem Übergriff auf den Minderjährigen gekommen sein.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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