Dulig fordert Stopp der Flüchtlingswelle

SPD-Chef Dulig machte seine Vorstellungen im Landtag klar.
SPD-Chef Dulig machte seine Vorstellungen im Landtag klar.

DresdenSachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (41, SPD) fordert in der Flüchtlingskrise mehr Mitmenschlichkeit im Freistaat, aber auch einen Stopp der Zuwanderung.

Es brauche eine klare Haltung gegen Rassismus, Hass und Gewalt, sagte Dulig am Samstag in Dresden bei einer Feierstunde zur Deutschen Einheit.

Zugleich stehe das Land vor schweren Entscheidungen - gerade was die Sicherung der Grenzen betreffe. Es sei hart, das auszusprechen, aber die Flüchtlingswelle müsse eingedämmt und zeitweise gestoppt werden.

Anderenfalls stünden die Leistungsfähigkeit des Staates, die Zukunft Europas und die Stabilität der Demokratie auf dem Spiel.

UPDATE 14 Uhr:

Unterdessen gab es harsche Kritik von der sächsischen SPD-Nachwuchsorgansisation, den Jusos (1500 Mitglieder)!

Landesvorsitzende Katharina Schenk (27) erklärte u.a.: "Die Äußerungen Duligs sind absolut unhaltbar.

Den Menschen, die flüchten mussten und nichts mehr haben, hilft man nicht, indem man ihre ohnehin unsichere und gefährliche Situation verschärft. Hier sollen durch Reden ganz neue Fakten geschaffen werden, die konträr zu unseren Beschlüssen und vor allem unserem Menschenbild stehen.

Das ist ganz schlechter Stil."

Foto: Holm Helis


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