Pleiten, Pech und Pannen - Freiburg ist nur die Spitze: Strobl in der Mangel

Stuttgart - Die Opposition will Innenminister Thomas Strobl (CDU) nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg im Landtag in die Mangel nehmen.

Strobl am Mittwoch im Landtag: Die Polizeiarbeit rund um Freiburg sorgt zunehmend für Spannungen.
Strobl am Mittwoch im Landtag: Die Polizeiarbeit rund um Freiburg sorgt zunehmend für Spannungen.  © DPA

Unter dem Titel "Pleiten, Pech und Pannen - Freiburg ist nur die Spitze des Eisbergs" setzt die SPD-Fraktion am Donnerstag (09.30 Uhr) die Halbzeitbilanz Strobls und seine Sicherheitspolitik auf die Tagesordnung.

Mitte Oktober soll eine 18 Jahre alte Studentin in Freiburg nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein.

Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben davon Syrer im Alter von 19 Jahren bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

Strobl steht seit Tagen in der Kritik, weil gegen den Hauptbeschuldigten ein nicht vollstreckter Haftbefehl vorlag. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte bereits seinen Rücktritt gefordert.

Außerdem geht es im Plenum um Diesel-Fahrverbote und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

FDP-Fraktionschef Rülke hatte bereits den Rücktritt Strobls gefordert. (Archiv)
FDP-Fraktionschef Rülke hatte bereits den Rücktritt Strobls gefordert. (Archiv)  © DPA

Update 10.45 Uhr

Die SPD im Landtag hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) für den Umgang mit der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg scharf kritisiert. Einmal mehr müsse man sich mit Fehlleistungen des Ministers beschäftigen, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch am Donnerstag in Stuttgart.

"Ein Innenminister, der keine Ahnung hat, ist diesem Land keine Hilfe." Strobl stehe für mehr Verunsicherung im Land. Immer wenn etwas passiere, kündige Strobl Maßnahmen an, die nach mehr Sicherheit klingen sollten.

Er sei seit Beginn seiner Amtszeit ein "Ankündigungsminister" gewesen.

Titelfoto: DPA


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