Studie zur Landtagswahl: Wird Bayern unregierbar?

München - Schwarz-Grün haben viele Wähler bei den letzten Umfragen zur Landtagswahl als ihre Lieblingskoalition angegeben. Rechnerisch sei das auch möglich, aber inhaltlich kaum - zu dem Ergebnis kommt eine Analyse der Universität Mannheim.

Die Regierungsbildung in Bayern wird eine Herausforderung werden.
Die Regierungsbildung in Bayern wird eine Herausforderung werden.  © DPA

Die CSU und die Grünen hätten bei 23 politischen Themen Widersprüche und bei nur 4 Gemeinsamkeiten.

Ganz anders sieht das der Studie zufolge bei Christsozialen und der AfD aus: In 6 politischen Themenfeldern gebe es Konflikt, in 21 dagegen übereinstimmende Positionen.

Die Mannheimer Politikwissenschaftler hatten die Antworten der Parteien für den von den Landes- und Bundeszentralen für politische Bildung verantworteten Wahl-O-Mat ausgewertet. Mit dem Internetangebot können Wähler testen, welche Partei am nächsten bei den eigenen Einstellungen ist.

CSU und SPD kommen nach der Untersuchung auf 7 Gemeinsamkeiten, ein Bündnis der Christsozialen mit Freien Wählern und FDP käme auf 10 gemeinsame Standpunkte. Mit 27 Übereinstimmungen gebe es die meisten Schnittmengen demnach bei einer rechnerisch eher unwahrscheinlichen grün-rot-roten Koalition.

"Dieses Beispiel zeigt aber sehr anschaulich, wie vergleichsweise riesig die inhaltlichen Gegensätze bei den wahrscheinlicheren Koalitionen sind – und wie schwierig es in Bayern sein wird, eine handlungsfähige Mehrheitsregierung zu bilden", erklärten die Forscher.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Bayernwahl:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0