CDU nach Wahl-Klatsche im Clinch: Politiker fordert Rücktritt von Senftleben

Potsdam - Nach dem schlechten Abschneiden der Christdemokraten bei der Landtagswahl in Brandenburg gibt es erste Rücktrittsforderungen an den CDU-Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Ingo Senftleben.

Frank Bommert (l.) fordert den Rücktritt von Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben (r.). (Bildmontage)
Frank Bommert (l.) fordert den Rücktritt von Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben (r.). (Bildmontage)  © DPA/Annette Riedl, dpa/christoph soeder

"Wer solch ein Ergebnis eingefahren hat, kann nicht Vorsitzender bleiben", sagte der CDU-Politiker Frank Bommert der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir müssen neue Wege gehen", sagte Bommert. Die von Senftleben eingeschlagenen seien eindeutig die falschen gewesen. "Wir waren stärkste Oppositionspartei und haben nun acht Prozent verloren", sagte er. Es sei wohl einmalig in der CDU. Bommert steht auf Platz 3 der Landesliste und wird wieder in den neuen Landtag einziehen.

Es müsse gesehen werden, wer nun in Koalitionsverhandlungen eintrete. Senftleben könne es nicht sein, da er von vornherein ausgeschlossen habe, mit SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke zu sprechen.

Bommert hatte Senftleben wiederholt öffentlich wegen dessen Aussage kritisiert, notfalls eine Koalition mit der Linkspartei nicht auszuschließen. Der Spitzenkandidat habe es trotz des erheblichen Widerstandes nicht unterlassen, das Angebot an die Linkspartei zu unterbreiten, sagte Bommert. "Damit werden wir zerrieben. Man kann nicht im Vorfeld sagen, mit wem man koalieren will und wem nicht."

"Senftleben muss nun die komplette Verantwortung übernehmen", sagte Bommert. Er zeigte sich enttäuscht, dass sich der Spitzenkandidat am Wahlabend dazu nicht eindeutig geäußert habe. "Ich habe Demut nach dem Ergebnis erwartet", betonte er.

Titelfoto: DPA/Annette Riedl, dpa/christoph soeder

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