Landtagswahl Sachsen: So hat Dresden gewählt

Dresden - Dresden hat gewählt - rekordverdächtige 308.000 Dresdner gingen an die Urne (72,2 Prozent). So viel wie noch nie seit 1990! TAG24 zeigt anhand von Daten der Stadtverwaltung, wo die Parteien ihre Hochburgen haben oder durchgefallen sind - so hat Euer Nachbar gewählt.

Ordentlich Zulauf im Wahllokal Neustadt Hohensteiner Straße.
Ordentlich Zulauf im Wahllokal Neustadt Hohensteiner Straße.  © Christian Juppe

Die CDU wurde stärkste Kraft mit 26,8 Prozent - doch das ist ein Minus von 7,5 Prozentpunkten im Vergleich zur Landtagswahl 2014. Damals erhielt die Partei noch in fast allen Stadtteilen die meisten Listenstimmen. Jetzt aber nur noch in zwei Drittel!

Die Hochburgen der CDU liegen in Weißig, Loschwitz/Wachwitz, Gönnsdorf/Pappritz sowie Altfranken/Gompitz mit jeweils über 35 Prozent. Durchgefallen ist die CDU in der Äußeren Neustadt und der Leipziger Vorstadt.

Heftige Verluste auch für die Linken: Sie sackten auf 11,4 Prozent ab (-7,6 Prozent). In allen Stadtteilen bekam sie weniger Stimmanteile als 2014. Am meisten punkten konnten die Linken in der Leipziger Vorstadt und der Äußeren Neustadt mit 21,4 und 19,7 Prozent. Am wenigsten gewählt wurde die Linke in Langebrück/Schönborn mit 5,6 Prozent. Besonders heftige Verluste verzeichnete die Partei in Prohlis-Süd, Gorbitz-Süd und Gorbitz-Ost.

Dort aber konnte u.a. die AfD punkten - in Gorbitz-Süd und Prohlis-Süd mit Zuwächsen von über 25 Prozentpunkten. Stadtweit erhielt sie 20,7 Prozent - ein Zuwachs von 12,5 Prozent. Nicht auf Gegenliebe stieß die AfD dagegen in der Äußeren Neustadt, dort blieb sie unter fünf Prozent.

Großer Erfolg für die Grünen: Erstmals überhaupt konnten sie einen Wahlkreis direkt gewinnen: Thomas Löser siegte im Wahlkreis 45 Dresden 5 hauchdünn vor der CDU. Zum Wahlkreis gehört die Innere Neustadt und Leipziger Vorstadt, Strehlen, Johannstadt und Striesen-Süd. In Dresden schafften sie insgesamt 16,9 Prozent (+6).

Ihre absolute Hochburg ist die Äußere Neustadt - hier holten die Grünen 43,6 Prozent! Zulegen konnten sie in allen Stadtteilen, am stärksten in der Inneren Altstadt, Südvorstadt-Ost und der Äußeren Neustadt mit jeweils 13 Prozentpunkten. Am wenigsten dagegen in Altfranken/Gompitz, Weixdorf und Prohlis.

Mit 8,5 Prozent Anteil bei den Listenstimmen musste die SPD in Dresden Verluste verzeichnen (-5,2). Den höchsten Wert erreichte die Partei einmal mehr in Plauen (11,1 Prozent), den niedrigsten Wert in Schönfeld/Schullwitz (5,4). Kaum mehr gab es in Gönnsdorf/Pappritz.

In fast allen Stadtteilen konnte die FDP zulegen. In Langebrück/Schönborn sogar um 16 Prozentpunkte auf 22 Prozent. In der Äußeren Neustadt bekam die FDP aber nur 2,6 Prozent.

Außer Thomas Löser (Grüne) gewannen ausschließlich CDU-Politiker die Dresdner Wahlkreise: Fraktions-Chef Christian Hartmann (Wahlkreis 41), Kultusminister Christian Piwarz (Wahlkreis 42), Ingo Flemming (43), Martin Modschiedler (44), Lars Rohwer (46) und Sozialministerin Barbara Klepsch (47).

Titelfoto: Christian Juppe

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