Milch-Krise geht weiter: Immer mehr Bauern geben auf

Aktuell stehen in Brandenburg etwa 138.000 Milchkühe in den Ställen, 16.000 Tiere weniger als noch zu Beginn 2015.
Aktuell stehen in Brandenburg etwa 138.000 Milchkühe in den Ställen, 16.000 Tiere weniger als noch zu Beginn 2015.  © DPA

Teltow - Kein Licht am Ende des Tunnels. Trotz finanzieller Hilfen hat sich die Preislage von Milch nicht entscheidend verbessert. Für brandenburgische Bauern geht die harte Zeit weiter.

Wenngleich die weltweite Situation sich entspannt hat, bekommen die Bauern vor Ort davon nichts mit, sagte der Sprecher des Landesbauernverbandes, Sebastian Scholze, auf Anfrage. Hilfspakete, die die Entwicklung hätten auffangen sollen, haben zu spät gegriffen. Damit sollte die Milchmenge reduziert werden.

In den vergangenen zwei Jahren mussten im Land 90 Milchbetriebe aufgeben. Wegen Abschaffung der europaweiten Milchquote gibt es ein Überangebot, somit kann nicht mehr kostendeckend produziert werden.

2015 erhielten Landwirte teilweise nur 20 Cent je Kilogramm. Derzeit sind es durchschnittlich zwar 31 Cent pro Kilogramm, doch erst bei einem dauerhaften Niveau von 35 Cent könnten die Landwirte kostendeckend arbeiten, sagte Scholze.

Titelfoto: DPA


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