E-Motoren für Laster: Traditionsmarke "Framo" ist zurück

Ingenieur Andy Illgen (42) hat die Marke "Framo" wieder auferstehen lassen. In den neuen Framos sorgt Strom statt Sprit wie in den Vorgängern für Vortrieb.
Ingenieur Andy Illgen (42) hat die Marke "Framo" wieder auferstehen lassen. In den neuen Framos sorgt Strom statt Sprit wie in den Vorgängern für Vortrieb.

Langenbernsdorf - Ein großer Name kehrt zurück auf die automobile Bühne: Unter dem alten Markennamen Framo werden wieder Lastwagen montiert. Aber jetzt wird Framo modern und elektrisch.

Rückblick: 1923 gründete DKW-Chef Jorgen Skafte Rasmussen die Metallwerke Frankenberg, 1934 in Frankenberger Motorenwerke (FraMo) umbenannt. Ab 1927 stellte die Firma Lieferwagen und Autos her. Die DDR setzte die Tradition fort, ab 1957 als Barkas-Werke (bis 1990).

2014 begann der Neustart in Langenbernsdorf. Ingenieur Andy Illgen (42) aus Werdau besorgte sich die Lizenz für den Namen Framo.

Für ihn logisch: "In Sachsen stand die Wiege des deutschen Automobilbaus." Der Name funktioniert, sagt C.-Friedrich Fahlberg (45), Leiter Vertrieb und Marketing. "Wenn ich als Framo-Vertreter auftauche, leuchten die Augen aller Automobilisten."

Framo ist kein Hersteller, sondern ein Integrator. "Wir bauen in vier MAN-Chassis von 7,5 bis 44 Tonnen E-Motoren einer Firma aus Bayern ein", sagt der Vertriebsleiter. Die Mitarbeiter verleihen den Brummis 108 bis 543 PS. Leise und emissionsarm. Die Akkus bieten eine Reichweite bis zu 160 Kilometern. Ideal für den Verteilverkehr in der Stadt oder für Werkstransporte.

15 Framo-Laster aus Langenbernsdorf sind schon auf Achse. Arbeit für 25 Mitarbeiter. Bald sollen es mehr werden, Mitarbeiter wie Laster. "Wer Zukunft baut, darf sich auf die Zukunft freuen", meint Fahlberg.

Tatü, tata: Die DDR setzte die Framo-Tradition fort in den Barkas-Werken fort.
Tatü, tata: Die DDR setzte die Framo-Tradition fort in den Barkas-Werken fort.  © Joachim F. Thurn/Bundesarchiv
So sahen Autos aus: Dieser Framo Piccolo steht im Sächsisches Fahrzeugmuseum in Chemnitz.
So sahen Autos aus: Dieser Framo Piccolo steht im Sächsisches Fahrzeugmuseum in Chemnitz.  © Uwe Meinhold
Der Däne Jorgen Skafte Rasmussen (1878-1964, F.) legte den Grundstein für die Framo-Karriere.
Der Däne Jorgen Skafte Rasmussen (1878-1964, F.) legte den Grundstein für die Framo-Karriere.

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