Nach heftigen Unwettern: Arbeitslose müssen aufräumen!

Durch das Städtchen Bad Bibra rollte Mitte Mai eine Schlammlawine.
Durch das Städtchen Bad Bibra rollte Mitte Mai eine Schlammlawine.  © DPA

Querfurt - Der Saalekreis benötigt nach den heftigen Unwettern Mitte Mai dringend helfende Hände. Werden nun Langzeitarbeitslose zum Aufräumen verpflichtet?

In Sachsen-Anhalt führten die Regenmassen in der vergangenen Woche mancherorts zu Überschwemmungen. In Bad Bibra nahe Naumburg (Saale) zum Beispiel fielen innerhalb einer Stunde 36 Liter Regen pro Quadratmeter. Schlammlawinen gingen auf Straßen nieder und Keller liefen voll.

Wie eine Sprecherin des Landkreises Saalekreis auf Anfrage von TAG24 bestätigte, soll nun gemeinsam mit den Jobcentern in der Region ein Programm ins Leben gerufen werden, dass Langzeitarbeitslose dazu verpflichtet, bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Die Jobcenter sollen demnach aktiv Personen vorschlagen, die sich hierfür eigneten. Dieses Programm soll zwei bis drei Monate dauern. Im Fokus stünden demnach vor allem die Regionen Weida-Land, Querfurt und Mücheln.

Die Unwetter und Schlammlawinen hatten im Saalekreis einen Schaden in Millionenhöhe hinterlassen.

Ein Anwohner versucht nach dem starken Unwetter in Bad Bibra mit einem Gartenschlauch einen Regenabfluss zu entstopfen. Hagelkörner so groß wie Hühnereier zerschossen die Regenrinnen und die Schlammmassen durchbrachen das Tor.
Ein Anwohner versucht nach dem starken Unwetter in Bad Bibra mit einem Gartenschlauch einen Regenabfluss zu entstopfen. Hagelkörner so groß wie Hühnereier zerschossen die Regenrinnen und die Schlammmassen durchbrachen das Tor.  © Alexander Prautzsch/dpa

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