Mit Luxustasche vor Obdachlosenlager: Lars Eidinger wehrt sich gegen Vorwürfe

Berlin - Mit diesem Foto sorgte Lars Eidinger für einen Sturm der Entrüstung. Zusammen mit dem Designer Philipp Bree hatte der Schauspieler eine Tasche entworfen, die einer Aldi-Tüte ähnelt. Kosten der Tasche: 550 Euro!

Lars Eidinger wehrt sich nach seinem Foto vor einem Obdachlosenlager.
Lars Eidinger wehrt sich nach seinem Foto vor einem Obdachlosenlager.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Weil er sich auch noch vor einem Obdachlosenlager mit seiner neuen Luxustasche ablichten ließ, ließ die Kritik aus dem Netz nicht lange warten.

"Stell dir vor du musst bei 3 Grad auf der Straße schlafen und dann kommt DJ Lars Prada Eidinger und macht ein Foto von dir für seinen Insta-Account weil er sich mit dir 'identifiziert'", twitterte etwa eine Userin.

Nun hat sich auch Lars Eidinger zur dem umstrittenen Foto geäußert. Er inszeniere sich nicht als Obdachloser, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

"Das ist meine ganz normale Kleidung, so laufe ich immer rum, das ist kein Kostüm." An dem Nachtlager für Obdachlose komme er jeden Tag vorbei.

Die Bilderserie sei spontan entstanden, ohne Inszenierung, betonte Eidinger. "Das ist eine Hommage an den Alltag und keine ästhetische Ausbeutung von Prekariarität, wie geschrieben wurde."

In seiner Kunst gehe es nicht um Moral. "Ich lebe in dem Widerspruch, dass ich privilegiert bin und jeden Tag auf dem Weg durch die Stadt Menschen in Not sehe. Ich bin nicht der Einzige, der in diesem Widerspruch lebt."

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