"Gigantisch schwimmende Zeitbombe" treibt vor Urlaubsinsel!

Es ist nicht gelungen, das Feuer zu löschen, sodass nicht nur weiter toxischer Rauch in der Luft liegt, sondern auch die Gefahr einer Explosion besteht.
Es ist nicht gelungen, das Feuer zu löschen, sodass nicht nur weiter toxischer Rauch in der Luft liegt, sondern auch die Gefahr einer Explosion besteht.

Las Palmas - Vor den Kanarischen Inseln ist ein Frachter mit hoch explosivem Ammoniumnitrat in Flammen aufgegangen. Es wird gewarnt, ausreichend Abstand zu halten!

Wie erst jetzt bestätigt wurde, brenne das britische Schiff "Cheshire" schon seit dem 12. August und treibe seither südwestlich der zu Spanien gehörenden Inselgruppe im Meer, berichtete die Zeitung "La Vanguardia" am Samstag.

Experten warnten vor möglichen großen Umweltschäden sowie einer Gefahr für die Bevölkerung der Kanaren.

Der Frachter sei "eine gigantische schwimmende Zeitbombe", sagte Tanausú Alemán von der spanischen Linkspartei Podemos.

"Es ist in den vergangenen zwei Wochen nicht gelungen, das Feuer zu löschen, so dass nicht nur weiter toxischer Rauch in der Luft liegt, sondern auch die Gefahr einer Explosion besteht."

Die "Cheshire" gehört den Angaben zufolge dem britischen Familienunternehmen Bibby Line aus Liverpool. Das Unternehmen müsse endlich Verantwortung übernehmen, damit eine Naturkatastrophe vor den Inseln verhindert werde, forderte Alemán.

Die Informationslage sei sehr unklar, beklagte der Meeresbiologe Fabian Ritter von der Organisation Meer e. V., die seit über 20 Jahren auf den Kanaren tätig ist.

"Niemand kann sagen, welche Auswirkungen die Fracht der "Chechire" auf die Meeresumwelt haben wird - selbst wenn sie nicht explodiert." Die einzigartige Artenvielfalt der Inselgruppe müsse unbedingt geschützt werden.

Wie teneriffa-news berichtet, hatte sich eine Explosion in einem der Frachträume ereignet. Die 24-köpfige Crew sei daraufhin mit Rettungshubschraubern von Bord in Richtung Gran Canaria ausgeflogen worden.

Seither ist das brennende Schiff der Strömung ausgesetzt und treibt in südwestliche Richtung.

Naturschützer sind bereits wegen des geladenen Treibstoffs alarmiert. Experten sind auch insbesondere aufgrund der Ladung besorgt. Derzeit sind mehrere Schlepper damit beschäftigt, das Schiff von außen zu kühlen.

Die Explosion der gesamten Ladung hätte verheerende Folgen. Wie TN weiter schreibt, waren 1921 in Ludwigshafen rund 4500 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert - mit verheerender Sprenkraft. 561 Menschen sind damals ums Leben gekommen.

Die Cheshire hat etwa die zehnfache Menge geladen, weshalb vorbeifahrende Schiffe bereits über Funk gebeten werden, ausreichend Abstand zu halten.


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