Latschen-Werfer: Was machen die Schuhe da im Baum?

Nein, es sind auch keine Raben im Geäst des Baumes am Albertplatz.
Nein, es sind auch keine Raben im Geäst des Baumes am Albertplatz.  © Thomas Türpe

Dresden - Dieser Ahornbaum am Albertplatz trägt auch im Winter ein Kleid - nur besteht es nicht aus Blättern: Dutzende Schuhe hängen weit oben zwischen den Ästen!

Verwunderte Passanten bleiben davor stehen, rätseln über Dresdens ersten "Schuhbaum" (gegenüber Simmel).

Im Geäst hängen an Schnürsenkeln zusammengebundene Winterstiefel, Sneakers, sogar Stöckelschuhe.

Damit ist ein Trend aus den USA nun auch in Elbflorenz angekommen. Schon seit den 90er-Jahren werfen Amerikaner gebrauchte Schuhe auf ausgewählte Bäume. Warum?

Der Legende nach stritt sich einst ein Paar in der Hochzeitsnacht so heftig, dass der Mann ihre Schuhe auf den Baum warf, damit sie nicht weglaufen konnte. Seit 2010 werden auch in Berlin Schuhbäume gesichtet.

Es heißt, jeder Latschen-Werfer habe einen Wunsch frei. Darum finden sich meist auch Nachahmer und es baumeln mit der Zeit immer mehr Schuhe herum.

Dutzende gebrauchte Schuhe hängen auf Dresdens erstem Schuhbaum, der sogar einen Eintrag bei Google Maps hat.
Dutzende gebrauchte Schuhe hängen auf Dresdens erstem Schuhbaum, der sogar einen Eintrag bei Google Maps hat.  © Thomas Türpe

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