Haben brutale Räuber einen Mann zu Tode gefoltert?

Experten der Spurensicherung untersuchten den Tatort in Laubach.
Experten der Spurensicherung untersuchten den Tatort in Laubach.  © dpa/Boris Rössler

Laubach - Nach einem Wohnhausbrand und dem Fund einer männliche Leiche in der Nacht zum Mittwoch steht ein schrecklicher Verdacht im Raum: Wurde der Mann von Kriminellen zu Tode gequält?

Am Dienstagabend wurde ein Paar (57 und 59 Jahre alt) in einem Haus in der hessischen Kleinstadt Laubach von sechs Männern überfallen (TAG24 berichtete). Vor ihrer Flucht sollen die Räuber das Haus in Brand gesetzt haben. Die 59-jährige Frau konnte lebend aus den Flammen gerettet werden. Bei dem Toten handelt es sich mutmaßlich um ihren 57-jährigen Lebensgefährten. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

Am Donnerstagmorgen teilten das Polizeipräsidium Mittelhessen und die Staatsanwaltschaft Gießen mit, dass der Verstorbene "durch multiple Gewalteinwirkung und damit vor der Brandentstehung getötet wurde". Die Deutsche Presse Agentur (dpa) meldete unter Berufung auf einen Polizeisprecher: "Sowohl Schläge mit einem stumpfen Gegenstand als auch Tritte oder Treppenstürze seien vorstellbar." Die Bild-Zeitung berichtete zudem, dass der Tote gefesselt war.

Die Räuber waren nach der Tat mit zwei Autos geflohen, darunter der Audi Avant des Toten. Die sechs Täter waren bei dem Überfall dunkel gekleidet und maskiert. Sie sollen sich laut Polizeimeldung "auf marokkanisch und französisch unterhalten haben".

Hinweise von Zeugen nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 064170062555 entgegen.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler


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