"Keine Zweifel"! Polizei rechtfertigt Schuss auf randalierenden Flüchtling

Lauchhammer - Heftige Diskussionen nach dem Schuss eines Polizisten auf einen randalierenden Asylbewerber (24) aus dem Tschad in einem Flüchtlingsheim im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (TAG24 berichtete). Die Polizei verteidigte jetzt sein Vorgehen.

Wurde der Schuss zurecht abgegeben? In weiteren Ermittlungen muss diese Frage beantwortet werden. (Symbolbild)
Wurde der Schuss zurecht abgegeben? In weiteren Ermittlungen muss diese Frage beantwortet werden. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Weil der unter Drogen stehende Mann mit einer Holzlatte "alles kurz und klein" schlage, waren die Ordnungshüter alarmiert worden.

Außerdem habe er mit einer Astschere mehrere elektrische Leitungen durchschnitten. Als ihn ein Wachmann stoppen wollte, schlug er ihn mit dem Werkzeug krankenhausreif.

Nach dem Eintreffen der Beamten sei der 24-Jährige dann mit einem Messer auf die Uniformierten losgegangen, woraufhin ihm ein Polizist in die Schulter schoss.

Somit bestehen "nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen" für die Polizei "bisher keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schusswaffenanwendung".

Der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung polizeibekannte Asylbewerber kam mit seiner blutenden jedoch nicht lebensgefährlichen Verletzung nach ärztlicher Erstversorgung in eine Klinik.

Dort verhielt er sich weiterhin derart aggressiv, dass er an seinem Bett fixiert und bewacht werden musste. Laut Heimleitung sei der dort seit September 2014 lebende Mann bislang nie auffällig gewesen. Er war als einer der ersten Flüchtlinge in der Unterkunft (188 Plätze) eingezogen.

Die Kripo ermittelt nun gegen den in seiner Vernehmung teilgeständigen 24-Jährigen unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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