Versuchter Totschlag! Staatsanwalt ermittelt gegen angeschossenen Asylbewerber (24)

Lauchhammer - Gegen den bei einem Polizei-Einsatz in einem Asylheim in Südbrandenburg angeschossenen Flüchtling (24) aus dem Tschad wird jetzt sogar wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Gegen den 24-jährigen Mann aus dem Tschad wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. (Symbolbild)
Gegen den 24-jährigen Mann aus dem Tschad wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. (Symbolbild)  © dpa/Henning Kaiser (Symbolbild)

Der junge Afrikaner soll am Dienstag in der Flüchtlingsunterkunft randaliert, einen Wachmann mit einer Astschere schwer verletzt und alarmierte Polizisten mit einem Messer bedroht haben (TAG24 berichtete).

Ein Beamter wusste sich nur noch durch einen Schuss aus seiner Dienstwaffe zu helfen, verletzte den 24-Jährigen dabei an der Schulter.

Tags darauf verteidigte die Polizei das Vorgehen ihres Kollegen und zeigte "keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schusswaffenanwendung", wie TAG24 berichtete.

Nachdem die Kripo zunächst wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelte.

Doch inzwischen das Umdenken bei der Staatsanwaltschaft: Nach Vorlage der Ermittlungserkenntnisse lautet der harte Vorwurf jetzt versuchter Totschlag, wie das Polizeipräsidium Potsdam am Donnerstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hat daher Haftbefehl beantragt, wie der rbb berichtete.

Der verletzt im Krankenhaus liegende Mann, der aufgrund seiner Aggressivität zum Schutz des Klinikpersonals am Bett fixiert werden musste, wurde auch am Donnerstag weiter von der Polizei bewacht.

Titelfoto: dpa/Henning Kaiser (Symbolbild)


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