Mutter sieht Videos auf dem Handy ihres Freundes und ist schockiert, was er ihrer Tochter (8) darin antut

Lauderdale County (Alabama) - Eine Mutter aus dem US-Staat Alabama wollte sich eigentlich nur das Handy ihres Freundes ausleihen. Doch dann sah sie darauf Videos, die sie zutiefst schockierten. Michael T. (32) hatte selbst mehrere Clips gedreht, die ihn beim sexuellen Missbrauch der kleinen Tochter (8) seiner Freundin zeigten, berichtet "Metro".

Michael T. (32) auf dem Polizeifoto.
Michael T. (32) auf dem Polizeifoto.  © Lauderdale County Sheriff’s Office

Der Fall ereignete sich am Mittwoch in Lauderdale County und hatte sofort drastische Konsequenzen. Polizeisprecher James Distefano vom Büro des Sheriffs, des Distrikts Lauderdale, erklärte: "Die Mutter des Kindes nahm das Telefon von T. und sah die Videobilder ihrer Tochter."

Und weiter: "Sie konfrontierte T. und befahl ihm, das Haus zu verlassen." Der Amerikaner kam dieser Aufforderung sofort nach. Doch die Mutter überlegte es sich anders und verfolgte ihn, bis sie ihren Freund bei einem örtlichen Geschäft stellte.

Dort forderte sie den 32-Jährigen auf sich zu ihr ins Auto zu setzen, was Michael T. auch tat. Gemeinsam fuhren die beiden dann zum Büro des Sherrifs. Bei der Polizei stellte sich heraus, dass der Täter nicht nur wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 12 Jahren in Untersuchungshaft kommt, sondern auch wegen Sodomie.

Der Missbrauch der Tochter seiner Freundin soll im Juli 2018 stattgefunden haben, berichtet "Metro" weiter. Sollten sich alle Anklagepunkte bestätigen, muss Michael T. mit bis zu 50 Jahren Haft rechnen.

Polizeisprecher James Distefano über den Zustand des Opfers

Die Achtjährige muss die schrecklichen Erlebnisse nun verarbeiten (Symbolbild).
Die Achtjährige muss die schrecklichen Erlebnisse nun verarbeiten (Symbolbild).  © 123RF

Die Polizei geht derzeit allerdings davon aus, dass noch weitere Anklagepunkte folgen könnten. Momentan sitzt der Verdächtige im Gefängnis von Lauderdale und kann lediglich gegen eine Kaution von 250.000 Dollar (etwa 220.000 Euro) dort herauskommen - die wird aber aller Voraussicht nach niemand bezahlen.

Das achtjährige Mädchen soll laut Polizeisprecher James Distefano keine körperlichen Schäden davongetragen haben. Allerdings ist kaum abzuschätzen, wie stark sie seelisch gelitten hat. Deshalb soll das Kind jetzt entsprechende psychologische Unterstützung bekommen.

Bleibt zu hoffen, dass das Opfer es schafft wieder gesund zu werden und die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten.

Wer von sexuellem Missbrauch betroffen ist, findet unter dieser Adresse eine erste Anlaufstelle: "Hilfeportal Sexueller Missbrauch".

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