Eklat beim Klimagipfel: Greta Thunberg lässt Journalisten aus Saal werfen

Lausanne - Am Freitag ging der Klimagipfel "Smile for Future" im schweizerischen Lausanne zu Ende - und das ziemlich chaotisch. Angeblich hätten anwesende Journalisten für schlechte Stimmung gesorgt. Klima-Ikone Greta Thunberg (16) griff daraufhin hart durch und ließ die Pressevertreter kurzerhand aus dem Saal werfen.

Der "Smile for Future"-Klimagipfel in Lausanne lief nicht ganz so produktiv, wie es sich die Aktivisten gewünscht hätten.
Der "Smile for Future"-Klimagipfel in Lausanne lief nicht ganz so produktiv, wie es sich die Aktivisten gewünscht hätten.  © Janerik Henriksson/TT/TT NEWS AGENCY/AP/dpa

Wie das Schweizer Nachrichten-Portal "Blick" berichtet, kam es beim großen Treffen der Klima-Jugend am Freitagmorgen in Lausanne zu einem Eklat.

Offensichtlich saß der Frust bei vielen Jugendlichen über den Ablauf des "Smile for Future"-Klimagipfels sehr tief.

Aufgrund der Uneinigkeit bei den basisdemokratischen Entscheidungen seien wohl viele wichtige Abstimmungen nicht mit dem gewünschten Ergebnis zustande gekommen.

Auch bei der schwedischen Klima-Anführerin Greta Thunberg riss offenbar der Geduldsfaden. Sie meldete sich frustriert aus den hinteren Reihen zu Wort und plädierte dafür, die anwesenden Journalisten aus dem Saal auszuschließen, "weil sie es sonst darstellen, als hätten wir Streit."

Bilder von entnervten und weinenden Teilnehmern machten die Runde. "Es gab wenig Struktur und es war schwierig, sich überhaupt auf etwas zu einigen", sagte einer der jungen Aktivisten.

Doch nicht nur der unproduktive Freitag, auch die vorherigen Tage schienen schon nicht ganz im Sinne der Jugendlichen zu laufen. Bereits am Mittwoch sorgte ein kritischer Artikel auf "Buzzfeed" für Empörung bei Greta Thunberg, weil darin behauptet wurde, sie hätte sich an einem gipfelinternen Streik beteiligt.

Nach Gretas Forderung, die Medien des Saals zu verweisen, zeigten sich viele Journalisten empört, die meisten der 450 Gipfelteilnehmer bekundeten jedoch ihre Zustimmung. Die Frage der Pressevertreter nach dem "Warum" blieb dabei unbeantwortet.

Nach wenigen Minuten konnten sich die protestierenden Jugendlichen jedoch wieder fangen. Sie ließen die Journalisten wieder in den Saal. Co-Organisator Kelmy Martinez (21): "Wir sind auch nur Menschen und brauchen manchmal Privatsphäre. Als Bewegung bemühen wir uns aber, so transparent wie möglich zu sein."

Greta Thunberg ließ die anwesenden Pressevertreter aus Furcht vor Negativschlagzeilen aus dem Saal werfen.
Greta Thunberg ließ die anwesenden Pressevertreter aus Furcht vor Negativschlagzeilen aus dem Saal werfen.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

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