Nach Gift-Havarie in der Lausitz: So schlimm hat es Sachsen getroffen





Ein grausiges Bild mit zahlreichen toten Forellen bietet sich am Ufer des 
„Schwarzen Schöps“.
Ein grausiges Bild mit zahlreichen toten Forellen bietet sich am Ufer des „Schwarzen Schöps“.  © Steffen Füssel

Reichenbach - Hunderte Forellen aus dem „Schwarzen Schöps“ verendeten an der Chemikalie „Cantus Gold“, das in Verdünnung bei der Befüllung eines Spritzwagens beim Unternehmen BayWa in Reichenbach (Oberlausitz) ausgetreten und in den Bach gelangt war (TAG24 berichtete).

Das Bild ist schlimm: Noch immer treiben tote Forellen im „Schwarzen Schöps“. Das Sicherheitsdatenblatt von „Cantus Gold“ verheißt indes Beunruhigendes, wie beispielsweise „sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“ und „kann vermutlich Krebs erzeugen“. Zu den Ergebnissen der Wasserproben und weiteren Maßnahmen äußerte sich das Landratsamt in Görlitz am Dienstag noch nicht.

Schweigen auch vonseiten der BayWa: Zur Ursache des Unfalls will sich das Unternehmen während der laufenden Untersuchungen nicht äußern. Nur so viel: „Wir haben den Vorfall zum Anlass genommen, die Mitarbeiter nochmals zu schulen. Wir unterstützen die zuständigen Behörden und stehen mit ihnen in ständigem Kontakt“, so BayWa-Sprecher Thomas Berger zu TAG24.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an, wie Polizeisprecherin Martyna Fleischmann bestätigte.


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