Putin-Bild auf sein altes Wohnhaus in Dresden geklebt

Dresden - Ein Foto aus Dresden macht derzeit im Internet die Runde. Es zeigt Putins ehemaliges Wohnhaus. Einen mittlerweile sanierten Plattenbau in der Radeberger Vorstadt. 

An dessen Außenwand hatten Unbekannte ein lebensgroßes Papierbild des russischen Präsidenten geklebt. Daneben theatralisch das Wort "Peacemaker", also Friedensstifter.

Die Aktion hängt unter Umständen mit Putins 64. Geburtstag zusammen, den er am Freitag, 7. Oktober feierte. Und Dresden war nicht der einzige Einsatzort der Putin-Fans (oder -Kritiker?):

So wurde von der Manhattan-Bridge in New York City ein riesiges Banner herab gelassen. Auch darauf ein Foto des Russen mit der Aufschrift "Peacemaker". Die Polizei ließ es schnell entfernen. 

Immer wieder kommt es zu Aktionen von Putin-Anhängern weltweit. Dass nun auch Dresden bei den Orten dabei war, ist nicht so überraschend. Als KGB-Offizier war Putin hier von 1985 bis 1990 samt Familie stationiert.

Die spezielle "Peacemaker"-Kampagne geht zurück auf  Julius Kacinskis, einen in den USA geborenen Russen, der seit 2014 auf die "positiven Seiten Putins" aufmerksam machen will.

Am Freitagmittag war das Putin-Bild bereits wieder weg. 
Am Freitagmittag war das Putin-Bild bereits wieder weg.   © Thomas Türpe

UPDATE 14 Uhr: Das Putin-Bild war am Freitagmittag nicht mehr an dem Haus zu sehen. Unklar ist, ob es sich um ein manipuliertes Foto handelte, oder ob das Papierbild einfach wieder abgerissen wurde.