Lebenslang für Dresdner Huren-Mörder

Mario B. (35, li.) mit seinem Anwalt.
Mario B. (35, li.) mit seinem Anwalt.

Im Mordprozess um den Tod einer 43-jährigen Prostituierten ist das Urteil gefallen. Der Mario B. (35) muss wegen Mordes lebenslang ins Gefängnis.

Damit sah es das Gericht als erwiesen an, dass er seine Freundin aus Eifersucht im Schlaf mit zwei Hammerschlägen auf den Kopf und acht Messerstichen getötet hat.

Die Frau habe geschlafen und nicht mit einem Angriff rechnen können, sagte die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand. Das Urteil lasse sich allein mit den Angaben vom Angeklagte selbst gemachten Angaben begründen.

Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses ein Geständnis abgelegt. Der gelernte Fleischer war der langjährige Partner der 43-jährigen Frau aus Meißen.

Am Abend des 18. Februar soll er die Frau, die als Prostituierte arbeitete, in ihrem Etablissement in Pieschen getötet haben.

Die Staatsanwaltschaft war von einem heimtückischen Angriff überzeugt und fordert lebenslange Haft. Der Angeklagte habe in einer Stimmung aus Eifersucht, Wut und Trennungsangst gehandelt.

Die Verteidigung betonte, dass sich der Angeklagte in einem Ausnahmezustand befunden habe. Der Angeklagte gab als Motiv Verzweiflung angesichts von Spielsucht und Geldnot an und sprach von Blackout und Reue.

Fotos: Ove Landgraf, imago


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