Als das Brautpaar ein Hochzeitsfoto schießen will, rast eine S-Bahn heran

Ein Brautpaar wäre am Samstag in der Nähe von Magdeburg bei einem Fotoshootings beinahe von einer Bahn überfahren worden. (Symbolbild)
Ein Brautpaar wäre am Samstag in der Nähe von Magdeburg bei einem Fotoshootings beinahe von einer Bahn überfahren worden. (Symbolbild)  © dpa, Petra Hornig

Magdeburg-Barleben - Hatten die beiden schon kurz vor der Hochzeit keinen Bock mehr auf Ehe? Bundespolizisten waren fassungslos als sie am Samstag ein Brautpaar samt Hochzeitsfotograf auf befahrenen Bahngleisen entdeckte.

Gegen 14.40 Uhr bemerkten sie es: am Haltepunkt Barleber See (Sachsen-Anhalt) stand ein Fotograf (34) nebst Bräutigam (28) auf den Schienen.

Die Braut in spe war gerade dabei, ins Gleisbett zu hopsen, um fürs gemeinsame Hochzeitsfoto zu posieren.

Doch die Bundespolizisten gingen dazwischen, holten die beiden Männer aus dem Gleisbereich. Kurz darauf rauschte auch schon eine S-Bahn über die Schienen....

Nicht auszudenken, was für eine Tragödie es hätte geben können, wenn die Beamten nicht rechtzeitig vor Ort gewesen wären.

Nach ihrer Rettungstat belehrten die Bundespolizisten das Dreiergespann noch. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug mit 100 Stundenkilometern habe einen Bremsweg von über 1000 Metern, warnen die Beamten.

Elektrisch betriebene Züge sind für menschliche Ohren erst beim Vorbeifahren wahrnehmbar. Auch wenn der Wind ungünstig steht, sind Züge manchmal kaum oder erst sehr spät zu hören.

Für ihre lebensgefährliche Aktion wurden Fotograf und Bräutigam ein Bußgeld von jeweils 25 Euro aufgebrummt. Der Fotograf zeigte sich zwar einsichtig, gab jedoch an, dass er Hochzeitsbilder auf Schienen schon häufiger gemacht habe. Ihm droht deshalb eine weitere Strafe.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Paar bei der Ehe-Entscheidung nicht ähnlich naiv war, wie beim Gang auf die Schienen...

Titelfoto: dpa, Petra Hornig


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