Lebensrettendes Spenderblut: Jährlich fehlen 100.000 Spender

Mannheim - Der Demografische Wandel macht den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes zu schaffen.

Nur drei Prozent der Bevölkerung spenden Blut. (Symbolbild)
Nur drei Prozent der Bevölkerung spenden Blut. (Symbolbild)  © DPA

"Jährlich fallen 100 000 Spender aus, und in vielen Gebieten fehlt der Nachwuchs", erläutert Martin Oesterer vom Deutschen Roten Kreuz anlässlich des Weltblutspendetages am kommenden Freitag.

"Das solidarische Blutspendesystem wankt", so der Bereichsleiter beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen in Mannheim.

Hinzu komme, dass in Deutschland als einzigem Land in Europa die Zahl der Krankenhausbehandlungen und der Anteil der Patienten über 65 Jahre mit erhöhtem Bedarf an Blut ansteige.

Auch die Bemühungen um blutsparende Behandlung könnten auf Dauer nicht die Lücke infolge der Alterung der Gesellschaft schließen. "Wenn sich nicht mehr Menschen engagieren, ist langfristig die Versorgungssicherheit mit lebensnotwendigen Präparaten aus Spenderblut gefährdet", betont Oesterer.

Die Differenz zwischen Spendern und denjenigen, die dies tun könnten, ist riesig. Nur rund drei Prozent der Bevölkerung spenden, doch sind rund 33 Prozent spendetauglich. Dieses Potenzial will das Rote Kreuz heben. Blut spenden kann jeder gesunde Erwachsene bis zum 73. Lebensjahr, Männer bis zu sechs Mal, Frauen bis zu vier Mal im Jahr.

Die Kampagne zum Weltblutspendertag 2019 steht unter dem Motto "Missing Type – erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf". Bei der bundesweiten Aktion der Blutspendedienste des Roten Kreuzes lenken Partner, Vereine und Personen des öffentlichen Lebens die Aufmerksamkeit auf das Thema Blutspende.

Jeder gesunde Erwachsene bis 73 Jahre kann Blut spenden.
Jeder gesunde Erwachsene bis 73 Jahre kann Blut spenden.  © DPA

Titelfoto: DPA

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