Adoptivmutter tötet Baby, als sie die Beherrschung verliert

Leeds - In Großbritannien hat eine Adoptivmutter während eines Wutanfalls ein Baby getötet, das sie erst drei Monate zuvor in ihre Obhut genommen hatte.

Alle lebenserhaltenden Maschinen wurden nach zwei Tagen abgeschaltet, das erst zehn Monate alte Mädchen starb. (Symbolbild)
Alle lebenserhaltenden Maschinen wurden nach zwei Tagen abgeschaltet, das erst zehn Monate alte Mädchen starb. (Symbolbild)  © 123rf.com/olegdudko

Eigentlich sollte Sarah Higgins der erst zehn Monate alten Skyla Giller Geborgenheit und Schutz geben und sich um die Kleine liebevoll kümmern. Doch am frühen Abend des 24. August 2017 rastete die Britin aus bislang unbekanntem Grund aus und verlor in einem Wutanfall komplett die Beherrschung, berichtet "Daily Mail".

Das war das Todesurteil für das kleine Mädchen!

Higgins, die selbst als Rettungssanitäterin arbeitet und somit weiß, wie man Leben rettet, wählte den Notruf und schwindelte den Kollegen am Telefon vor, dass ihr das Kind beim Füttern aus den Armen gerutscht und zu Boden gefallen sei.

Bei dieser Version blieb sie auch noch bei Prozessbeginn am Montag am Gericht in Leeds, sie ist wegen Totschlags angeklagt.

Doch irgendetwas stimmte nicht an ihrer Geschichte. Denn der Säugling hatte schlimme Gehirnverletzungen erlitten, die unmöglich von einem Sturz aus angeblich geringer Höhe stammten.

Der Notarzt, der das Kleinkind am Unglückstag versorgte, konnte nicht bestätigen, dass Skyla angeblich auf ihrem Po gelandet sei. Seinen Angaben zufolge schlug sie zuerst mit dem Kopf auf dem Boden auf und verlor dadurch das Bewusstsein.

Schlimme Verletzungen durch massive Gewalteinwirkung

Skyla wurde notoperiert, starb jedoch, als zwei Tage später alle lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet wurden. Bei dem Eingriff fanden die Mediziner auch "entscheidende Hinweise" auf starke Blutungen in ihren Augen, die auf ein schweres Schädel-Hirn-Trauma hinwiesen, und fünf blaue Flecken am Arm.

Staatsanwalt Richard Wright sagte am Montag, dass die Verletzungen des Babys eindeutig durch "massive Gewalteinwirkungen" verursacht wurden.

Verriet sich Sarah Higgins selbst?

Doch es gibt noch einen entscheidenden Hinweis, der die 42-Jährige schwer belastet!

Während Higgins' Notruf-Gespräch wurde nämlich aufgezeichnet, wie sie mit ihrem Lebensgefährten, der ebenfalls Sanitäter ist, über ein anderes Telefon sprach und ihm sagte: "Gott, ich glaube, ich muss ihr etwas angetan haben."

Sarah Higgins streitet noch immer alle Vorwürfe ab. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: 123rf.com/olegdudko

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