Tausende Leipziger stellten sich LEGIDA-Demonstranten in den Weg

Leipzig - Das islamfeindliche Legida-Bündnis demonstrierte am Donnerstag nach monatelanger Pause wieder in Leipzig.

Der Protestzug unter dem Motto "Für Demokratie und Meinungsfreiheit" führte unter anderem am Richard-Wagner-Platz entlang.

Hier geht es zur Zusammenfassung.

TAG24 berichtete den Abend über im Live-Ticker:

21.45 Uhr: Gegendemonstranten laufen die Windmühlenstraße entlang zurück zur Stadt. Sie werden zum Wilhelm-Leuschner-Platz geleitet. Die Legida-Demonstranten werden in die Trams in Richtung Hauptbahnhof gesetzt. Die Wasserwerfen ziehen ab.

Eine Bordstein-Hinterlassenschaft der Gegendemonstranten in einer Seitenstraße der Karli.
Eine Bordstein-Hinterlassenschaft der Gegendemonstranten in einer Seitenstraße der Karli.

21.40 Uhr: Die Legida-Demonstration löst sich auf.

21.25 Uhr: Die Gegendemonstranten am Café Waldi werden von Wasserwerfern bewacht.

21.20 Uhr: Aus der Kulturredaktion des LVZ-Gebäudes sowie aus Privatwohnungen hört man klassische Musik, die die Legida-Abschlusskundgebung übertönt. Die Demonstranten sehen sich auf der Karli/Ecke Emilienstraße von sehr viel mehr Gegendemonstranten umzingelt.

21.16 Uhr: Marco Böhme beschwert sich gegenüber TAG24, dass die Blockade am Bundesverwaltungsgericht rechtswidrig geräumt wurde. Die Gespräche mit der Versammlungsbehörde sei noch gelaufen, da habe die Polizei schon räumen lassen. Er erwägt eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

21.15 Uhr: Legida wird niedergeschrien. Es fliegen ein paar Flaschen in Richtung der Patrioten.

21.10 Uhr: Die Seitenstraßen der Karli sind nach allen Seiten hin dicht. Legida kommt nicht durch.

21.05 Uhr: Die Legidisten gehen vom Floßplatz aus hoch zur Karl-Liebknecht-Straße.

21.04 Uhr: Bölleralarm? Nicht ganz. Legida lässt seine AfD-blauen Ballons platzen.

20.52 Uhr: Legida wartet noch immer am Floßplatz. Die Patrioten sind von Gegendemonstranten eingesäumt. Die Polizei-Fahrzeuge positionieren sich neu. Wasserwerfer und Panzer fahren vom Floßplatz hoch Richtung Karli.

20.46 Uhr: Vor dem Café Waldi auf dem Peterssteinweg haben sich mehrere hundert Gegendemonstranten versammelt, die dort friedlich demonstrieren. Die Stimmung dort ist entspannt.

20.44 Uhr: Am Floßplatz stehen zwei Wasserwerfer und ein Panzerfahrzeug bereit.

20.40 Uhr: Die Polizei sichert die Grünfläche am Floßplatz. Dort sollen schwarz gekleidete Personen hingelaufen sein.

20.37 Uhr: Die Polizei errichtet am Floßplatz eine Sperre. 20 schwarz gekleidete Personen kommen auf die Legida-Demonstranten zu. Einzelne Personen provozieren die Polizei. Legida hält noch immer eine Kundgebung ab. Ob und wie es weitergeht, ist noch unklar.

20.35 Uhr: Legida läuft die Riemannstraße in Richtung Karl-Liebknecht-Straße entlang. Gegendemonstranten gibt es hier kaum.

20.27 Uhr: Legida hält kurz vor dem Floßplatz. Der Redner hält eine Kundgebung. Die Polizei beratschlagt sich wegen der Route.

20.20 Uhr: Legida zieht nun weiter in Richtung Bundesverwaltungsgericht.

20.15 Uhr: Die Alternativ-Route für Legida vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde geräumt. Marco Böhme (27, Die Linke) und Juliane Nagel (39, Die Linke) haben noch versucht, mit der Polizei zu verhandeln. Doch eine Hundertschaft zwang etwa 50 Gegendemonstranten, die Strecke zu räumen. So kann Legida über eine Alternativroute Richtung Peterssteinweg marschieren.

20.10 Uhr: Vor dem Bundesverwaltungsgericht räumt die Polizei die Alternativroute für Legida. Dort haben sich 30-40 Autonome versammelt.

20.00 Uhr: Gerüchten zufolge kann Legida aufgrund der massiven Gegendemonstration nicht die geplante Route laufen. Wie TAG24 aus Kreisen der Gegendemonstranten erfuhr, will die Polizei wahrscheinlich eine Eskalation, die durch eine Räumung der Blockade entstehen würde, verhindern. Eine Alternative wird besprochen.

19.50 Uhr: Der Abstand beider Gruppierungen zueinander beträgt nur etwa 20 Meter. Die Legidisten hören die Gegendemonstranten laut und deutlich. Jedoch sind die Pfiffe nicht laut genug, um den Redner zu übertönen. Zwischen den Demonstranten sorgt die Polizei für Recht und Ordnung.

19.40 Uhr: Zwischenkundgebung am Neuen Rathaus. Die Themen: G20, Merbitz' Reaktion, Bürgermeister Jung, Connewitz und Linksextremismus in Leipzig. Zitat des Legida-Redners: "Jung braucht seine Schrei- und Spuckkinder, die ihm ein sicheres Schutzschild bieten und uns abschrecken sollen." Dann Themenwechsel: Vergewaltigung im Rosental. Abschiebe-Rufe werden laut.

19.35 Uhr: Patrioten und Gegendemonstranten stehen sich gegenüber. Ein Mega-Sprechchor ruft: "Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda." Weiterhin laute Buh-Rufe und Pfiffe.

19.30 Uhr: Mittlerweile wird die Teilnehmer-Zahl bei Legida auf 150 bis 180 geschätzt. Die Patrioten erreichen das Neue Rathaus. Die Gegendemonstranten rücken näher an die Polizeiabsperrung heran. Die "Nazis raus"-Rufe werden lauter, die "Jung muss weg"-Rufe auch.

19.25 Uhr: Legida ist jetzt auf Höhe des Standesamtes. Gegendemonstranten laufen neben den Legidisten. Der Großteil der Gegendemonstranten steht am Neuen Rathaus. Die Stimmung wird aufgeheizter. Die Polizei fordert die Teilnehmer der Sitzblockade zum zweiten Mal auf, die Straße zu räumen.

19.18 Uhr: Legida trifft auf Höhe der Thomaskirche auf die ersten Gegendemonstranten (ein bis zwei Dutzend) und wird mit Buh-Rufen und Pfiffen empfangen.

19.17 Uhr: Die Polizei fordert die Gegendemonstranten, die die Sitzblockade gebildet haben, auf, diese zu räumen.

19.13 Uhr: Die Teilnehmerzahl bei der Legida-Demonstration wird auf 120 bis 150 geschätzt. Aus dem Auto eines Teilnehmers ertönt "Freude schöner Götterfunken".

19.10 Uhr: "Jung muss weg"-Rufe ertönen.

19.05 Uhr: Die Polizei rings um die IHK geht auf Position. Der Legida-Zug schlägt die geplante Route ein.

19.00 Uhr: Gegendemonstranten zünden Pyrotechnik am Wilhelm-Leuschner-Platz.

18.55 Uhr: Der Legida-Zug setzt sich in Bewegung. Erste "Lügenpresse"-Rufe ertönen. Ein Legida-Sprecher sagt: "Wir müssen gemeinsam Widerstand leisten mit der AfD."

18.50 Uhr: Juliane Nagel (39, Die Linke) hielt sich unweit der Gegendemonstranten gegenüber der IHK auf. Die Politikerin sagt, dass deutlich mehr Gegendemonstranten auf die Straße gegangen seien als Legida-Anhänger.

18.45 Uhr: Die Legida-Demonstration verspätet sich um etwa 20 Minuten. Mittlerweile haben sich etwas mehr als 100 Patrioten vor der IHK zusammengefunden. Passanten stören die Kundgebung mit Buh-Rufen und Trillerpfeifen. Die Polizisten schicken die störenden Gegendemonstranten weg.

18.40 Uhr: Andreas Loepki, Pressesprecher der Polizei, teilte auf Nachfrage von TAG24 mit, dass mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz seien.

18.30 Uhr: Vor der Propsteikirche steht ein Wasserwerfer bereit. Schätzungsweise 1500 Gegendemonstranten erwarten die Patriotischen Europäer. Ein Polizei-Hubschrauber kreist über Leipzig.

18.25 Uhr: Etwa 60 bis 70 - vorwiegend männliche - Islamkritiker haben sich vor der IHK versammelt. Um 18.30 Uhr startet die Legida-Demonstration.

18.20 Uhr: Es gibt eine Sitzblockaden auf dem westlichen Ring auf der Strecke von Legida. Die Zahl der Gegendemonstranten ist mittlerweile auf zirka 600 angewachsen.

18.18 Uhr: Etwa 200 Gegendemonstranten marschieren vom Wilhelm-Leuschner-Platz gen Süden die Karl-Liebknecht-Straße herunter.

18.09 Uhr: Katja Kipping (39, Die Linke) redet auf der Wahlveranstaltung der Linken. Etwa 200 Zuhörer verfolgen die Kundgebung. Kipping wirbt dafür, die Linke auf Platz drei zu wählen. Die Bundestagsabgeordnet erinnert an den Angriff auf Linke vor ein paar Tagen. Auch das Thema AfD schneidet die 39-Jährige an. Nazi-Vergleiche fallen.

18.06 Uhr: Der Goerdelerring ist gesperrt. Die Polizei ist noch sehr entspannt. Bislang sind noch wenige vor Ort. Von ein bis zwei Dutzend ist die Rede.

18.05 Uhr: Vor der IHK stehen zwei Wasserwerfer und ein Panzerwagen bereit.

18.00 Uhr: Am Wilhelm-Leuschner-Platz wurden Sperren aufgebaut, sämtliche Polizisten gehen auf Position.


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