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Zuspruch für LEGIDA lässt nach

Leipzig - Zum dritten Mal macht Legida mobil. Wieder sind viele Gegendemonstrationen angemeldet. Insgesamt sollen am Freitag 15 Demos und Kundgebungen in Leipzig stattfinden.
Nach einer Schätzung der Stadt kamen 1500 Menschen zur Kundgebung auf den zentralen Augustusplatz.
Nach einer Schätzung der Stadt kamen 1500 Menschen zur Kundgebung auf den zentralen Augustusplatz.

Leipzig - Der Zuspruch für die islamkritischen Bewegungen bröckelt: In Leipzig brachte der als radikal eingeschätzte PEGIDA-Ableger Legida am Freitagabend weit weniger Anhänger auf die Straße als erwartet.

Nach einer Schätzung der Stadt kamen 1500 Menschen zur Kundgebung auf den zentralen Augustusplatz. Angemeldet waren 15.000 bis 20.000 Teilnehmer.

In Leipzig fiel am Freitagabend auch der Gegenprotest kleiner aus als bei den beiden vorherigen LEGIDA-Aufmärschen. Nach Angaben der Stadt waren 5000 Demonstranten bei der größten angemeldeten Kundgebung "Courage zeigen".

Rund 2000 Polizisten waren im Einsatz. Die Polizei sprach von einer sehr aggressiven Stimmung. Es kam zu einzelnen Rangeleien mit der Polizei. Dabei erlitt ein Polizist leichte Verletzungen.

Es flogen Farbbeutel auf Beamte. 17 Menschen kamen in Gewahrsam.

Das Zahlen-Choas bleibt weiterhin bestehen: Die Polizei gab diesmal keine eigenen Zählergebnisse bekannt. Soziologen der Universität Leipzig hatten die in der Vorwoche von der Polizei angegebenen Zahlen zu den Demonstranten als zu hoch angezweifelt.

+++ LIVETICKER

21:30 Uhr: Feueralarm im City-Tunnel! Mit einem Großaufgebot rückt die Feuerwehr auf dem Markt an. Dort konnten die Kameraden schnell Entwarnung geben. In der Haltestelle "Markt" hatte ein Chaot den Feuermelder ausgelöst.

21:00 Uhr: Nach MOPO24-Informationen gingen 4200 Menschen auf die Straße: 1200 bei LEGIDA und knapp 3000 Gegendemonstranten.

Die Stadt Leipzig korrigiert ihre Teilnehmerschätzungen hingegen deutlich nach oben. Demnach waren 1500 bei LEGIDA und 5000 Gegendemonstranten auf der Straße.

20:55 Uhr: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung dankt allen friedlichen Demonstranten, die gegen LEGIDA auf die Straße gegangen sind. Die Anschläger auf die Bahn verurteilt er als "schwerstkriminell".

In Naunhof und Markkleeberg (Foto) hatten Unbekannte Verteilerkästen von Signalanlagen aufgebrochen und angezündet.

20:40 Uhr: LEGIDA hat den Hauptbahnhof erreicht. Immer wieder flogen Flaschen und Böller. Die Polizei drängt sie zur Sicherheit in den Hauptbahnhof. Die linken Gegendemonstranten bleiben eingekesselt.

20:25 Uhr: LEGIDA zieht wie angesagt über die Goethestraße in Richtung Hauptbahnhof ab. Polizei schützt die Menge. Aus dem Lager der Antifa fliegen Böller in Richtung der abziehenden Menschen.

Die Polizei sperrt den Platz vor dem Hauptbahnhof, drängt LEGIDA-Anhänger und Antifa auseinander.

20:10 Uhr: Die Bundespolizei bestätigt den Brandanschlag auf einen Verteilerkasten in Markkleeberg.

Unterdessen geht die LEGIDA-Versammlung dem Ende zu. Die Hymne wird gesungen und mit Handy-Lichtern geleuchtet.

Der Augustusplatz ist beinah komplett von Gegendemonstranten eingeschlossen.

Silvio Rösler beendet 20:18 Uhr die Veranstaltung. Alle sollen über die Goethestraße nach Hause gehen.

19:55 Uhr: Im Bereich Goethestraße / Schwanenteich wird massiv Polizei zusammengezogen. Es ist warscheinlich, dass der Heimweg der LEGIDA-Teilnehmer über diesen Bereich geleitet werden soll.

Friedrich Fröbel beendet seine Rede mit der Aufforderung, "als stolze freie Männer freundschaftliche Blicke auf deutsche Polizisten zu werfen. Polizisten müssen auch nur der Politik dienen."

Die Stimmung auf der LEGIDA-Kundgebung ist angespannt. Am Rande gibt es immer wieder vereinzelte vermummte, aggressive Kleingruppen, die in Richtung linker Gegendemonstranten pöbeln und provozieren.

Fröbel ruft die Hooligans dazu auf, das Volk zu schützen, er vergleicht sie allen Ernstes mit den Lützower Jägern.

19:34 Uhr: Bei LEGIDA spricht Friedrich Fröbel. Er fordert mehr direkte Demokratie in Deutschland. So sei das Grundgesetz nicht vom Volk beschlossen worden.

Von der Schweiz könne man in diesem Punkt viel lernen. Er fordert Volksentscheide, damit der Staat nicht ausgeplündert wird.

19:22 Uhr: Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen. Aus Markkleeberg wird ein weiterer Brandanschlag auf einen Verteilerkasten der Bahn gemeldet.

Auf der Goethestraße flogen Farbbeutel auf Polizisten.

Der Antifa ist es gelungen auf den Ring durchzubrechen. Sie pöbeln in Richtung LEGIDA, Böller fliegen von beiden Seiten.

Auch LEGIDA Anhänger reagieren sehr aggressiv. Die Polizei geht dazwischen, nimmt aus dem LEGIDA-Lager etwa zehn Störer fest.

19:14 Uhr: Silvio Rösler (Foto) spricht bei LEGIDA. Sein Hauptthema ist zunächst angeblicher Asylmissbrauch. Er spricht an OB Burkhard Jung und an die Linken-Politikerin Juliane Nagel eine Einladung zum Dialog aus. LEGIDA wolle gewaltfreie Veränderungen.

Ihm schließt sich Manfred aus dem Mannsfelder Land an. Er spricht über angebliche Islamisierung und die Zustände in Parralelgesellschaften wie in Neukölln, Schulen mit kaum noch deutschen Schülern. Solche Verhältnisse gelte es in Ostdeutschland zu verhindern. Er fürchtet die religiöse Spaltung Deutschlands.

Unterdessen hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen die Beschwerde von LEGIDA zurückgewiesen. Damit haben die Auflagen des Ordnungsamtes endgültig Bestand. LEGIDA darf nur eine stationäre Kundgebung abhalten.

19:10 Uhr: In Ruf- und Hörweite stehen die friedlichen Gegendemonstranten von Courage zeigen.

19:05 Uhr: Die Stadt Leipzig twittert vorsichtige Schätzungen zu den Teilnehmerzahlen. Demnach sind 900 Menschen bei LEGIDA und etwa 2000 Gegendemonstranten bei "Courage zeigen" am Grimmaischen Steinweg.

18:53 Uhr: Die LEGIDA-Versammlung hat begonnen. Die Auflage werden wie immer durch den Lautsprecher verkündet. Am Ende wird ein schöner Spaziergang gewünscht, den es aber heute nicht geben wird.

Danach wird noch auf verspätete Teilnehmer gewartet und die Nationalhymne gesungen.

18:45 Uhr: Auf dem Augustusplatz sind inzwischen einige hundert LEGIDA-Anhänger versammelt. Weil Linke die Zugänge zur Demo blockieren, sorgen sie damit indirekt doch für eine LEGIDA-Demo auf dem Ring.

Etwa 500 Anhänger sammelten sich am Hauptbahnhof und wurden mit Polizeischutz über den Georgiring zum Augustusplatz geleitet.

18:30 Uhr: Um gewaltbereite Gegendemonstranten hinter der Oper in Schach zu halten, hat die Polizei die Hundestaffel und berittene Polizisten in Stellung gebracht.

18:11 Uhr: Die Polizei setzt einen freien Fotografen fest. Seine Bilder samt Kamera sind beschlagnahmt. Es soll im Gerangel der Räumung der Sitzblockade einen Polizisten geschlagen haben. Der Bereitschaftsrichter ist bereits informiert.

18:03 Uhr: Bisher sind kaum 500 Menschen bei der LEGIDA-Versammlung. Ein Grund dürfte sein, dass es fast keine freie Zugänge gibt. Derzeit ist nur der Weg über den Georgiring frei.

Mit Sturmmasken maskierte Linksautonome greifen in kleinen Gruppen immer wieder blitzschnell LEGIDA-Anhänger an. Dabei gibt es auch Verletzte. Unsere Reporter berichen von blutigen Lippen. Die Polizei ist durch diese Guerilla-Taktik überfordert.

17:48 Uhr: Die Polizei räumt am Zugang zum Augustusplatz eine Sitzblockade. Auf der Goethestraße hatten sich mehrere Dutzend Gegendemonstranten hingesetzt, um LEGIDA-Teilnehmern den Zugang zu versperren. Die Polizei greift durch, es kommt zu Auseinandersetzungen.

Auf der Grimmaischen Straße ist kein Durchkommen zum Augustusplatz. Außerdem bilden Gegendemonstranten einen Menschenkette von der Gothestraße zum Schwanenteich, um den Zugang zum Augustusplatz zu versperren.

Auch Linke vom Schwarzen Block mischen mit, verjagen LEGIDA-Anhänger hinter der Oper.

17:34 Uhr: Im Unterschied zu den Demos von vor zwei Wochen lässt die Polizei diesmal die Gegendemonstranten auf der Grimmaischen Straße nicht unmittelbar an den Augustusplatz heran. Sie sperren einen Korridor von 50 Metern frei.

17:22 Uhr: Mehrere hundert Studenten ziehen von der Universität über den Augustusplatz zur Gegendemo an der Grimmaischen Straße (F.u.). Dadurch ist der Zugang zum Augustusplatz versperrt. Es kommt zu Rangeleien mit LEGIDA-Anhängern, die auf dem Weg zu ihrer Versammlung sind (F.r).

17:01 Uhr: Polizeihauptkommissarin Yvonne Manger (34) erklärt, ob der Hauptbahnhof gesperrt wird. Außerdem äußert sie sich zu den Brandanschlägen auf die Bahn in Naunhof.

16:27 Uhr: Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz macht sich auf dem Augustusplatz ein Bild von der Lage: "Ich bin tief beeindruckt von der Einsatzbereitschaft der Kollegen".

16:20 Uhr: Auf dem Richard-Wagner-Platz (re.) sollte seit 16 Uhr LEGIDA für kürzere Bildungszeiten, bessere Bildungsabschlüsse und Zwangspensionierung von Universitätsprofessoren demonstrieren. Offensichtlich sind nicht so viele LEGIDA-Anhänger an dem Thema interessiert.

MDR Info meldet unterdessen, dass mehrer LEGIDA-Veranstaltungen abgesagt wurden. Es soll nur noch die Hauptversammlung auf dem Augustusplatz stattfinden.

16:05 Uhr: Beide Seiten bauen ihre Bühnen auf. LEGIDA steht vor der Oper (Foto unten). Die Bühne von "Leipzig Courage zeigen" wird gerade am Grimmaischen Steinweg aufgebaut (F. r.). Mit Zäunen werden beide Kundgebungen voneinander getrennt.

15:52 Uhr: Der Augustusplatz ist inzwischen von der Polizei komplett abgesperrt. Über der Innenstadt kreist ein Hubschrauber der Bundespolizei.

Bahnen fahren keine mehr. In unmittelbarer Nähe nimmt die Polizei an der Moritzbastei die Personalien von Gegendemonstranten auf (Foto rechts).

Der Augustusplatz ist von der Polizei abgesperrt.
Der Augustusplatz ist von der Polizei abgesperrt.

15:38 Uhr: Nach Informationen von LVZ-Online wurde die LEGIDA-Versammlung an der Thomaskirche zurückgezogen. Stattdessen soll dort nun eine Mahnwache der Kirchgemeinde stattfinden.

14:55 Uhr: Wie der MDR meldet, sind einige der 16 angemeldeten Demonstrationen und Versammlungen bereits wieder zurückgezogen. Vor allem LEGIDA soll eine Reihe von Scheinanmeldungen gemacht haben, um die Zugänge zum Hauptversammlungsort auf dem Augustusplatz vor Gegendemonstranten frei zu halten.

Die Stadt Leipzig informiert über die endgültige Zahl der Demonstrationen nach einer möglichen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Bautzen.

Allerdings hat von LEGIDA bis 15:15 Uhr niemand ein Rechtsschutzbegehren beim Oberverwaltungsgericht in Bautzen eingereicht. "Wir rechnen aber damit", erklärte Pressesprecher Dr. Thomas Pastor auf MOPO24-Anfrage.

14:34 Uhr: Nachdem es vor zwei Wochen Streit um die tatsächlichen Teilnehmerzahlen gab, kündigte die Polizei an, heute keine Schätzungen der Teilnehmerzahlen bekannt zu geben.

14:15 Uhr: Wegen der Demonstrationen gibt es erhebliche Einschränkungen auf den Tram-Linien 1, 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 15, 16 sowie bei den Bussen 72, 73 und 89. Aktuelle Meldungen der LVB gibt es hier.

13:45 Uhr: Das Verwaltungsgericht Leipzig hat gerade die Einsprüche von LEGIDA und der "Initiative gegen jeden Rassismus" abgelehnt. Heißt: Sowohl Islamkritiker als auch Gegendemonstranten dürfen laut Auflagen der Stadt nur stationäre Kundgebungen abhalten - und nicht marschieren.

13:34 Uhr: Wieder gibt es einen Brandanschlag auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig. Diesmal knackten Unbekannte gegen 11 Uhr den Stromverteilerkasten einer Signalanlage bei Naunhof, zündeten ihn an.

Der Kasten brannte aus. Außerdem wurden Kabel neben der Strecke gekappt.

13:15 Uhr: Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) steht derzeit bei öffentlichen Auftritten unter Personenschutz. Das bestätigte Stadtsprecher Matthias Hasberg gegenüber LVZ-Online. Hintergrund sei eine "allgemeine Bedrohungslage".

Weil auf verschiedenen Facebookseiten, unter ander von LEGIDA massive Bedrohungen gepostet werden, sei diese Schutzmaßnahme angebracht, erklärte Hasberg.

13:03 Uhr: Auf dem Augustusplatz wird 19 Uhr die LEGIDA-Versammlung stattfinden. Bereits jetzt gehen Einsatzkräfte der Polizei in Stellung. Insgesamt sind aber weniger Polizisten im Einsatz als am 21. Januar. Heute sollen etwa 2000 Beamte für Ruhe sorgen. Vor einer Woche waren es 4000.

Leipzig - Zum dritten Mal macht LEGIDA mobil. Wieder sind viele Gegendemonstrationen angemeldet. Insgesamt sollen am Freitag 16 Demos und Kundgebungen in Leipzig stattfinden.

Insgesamt sollen 16 Demonstrationen und Mahnwachen stattfinden. Neun Veranstaltungen sind Gegenproteste, unter anderem die große Kundgebung "Leipzig zeigt Courage" vor der Alten Hauptpost (18.30 Uhr bis 20.30 Uhr) und der Aufzug „Refugees welcome – Solidarity with all those who are affected by racism!“ auf dem Johannisplatz (15.30 bis 18 Uhr).

Sechs weitere Kundgebungen sollen von LEGIDA-Unterstützern veranstaltet werden.

Insgesamt rechnet die Polizei mit 15.000 bis 20.000 Teilnehmern bei allen Demonstrationen.

Legida und Legida-Unterstützer

Aufzug "Reglementierungswut von Behörden. Rentenbetrug. Medienverdummung", Augustusplatz, 16-22 Uhr

Kundgebung "Für kürzere Bildungszeiten, bessere Bildungsabschlüsse und Zwangspensionierung von Universitätsprofessoren", Richard-Wagner-Platz, 16-22 Uhr

Kundgebung "Für den bundesweiten Volksentscheid", Augustusplatz, 16-22 Uhr

Mahnwache "Für die Opfer und teilweise schwerverletzten Rentner und Frauen des 21.01.2015 auf und um den Augustusplatz", Georgiring / Höhe Augustusplatz, 16 - 22.30 Uhr

"Demo für Frieden, Freiheit und Identitätserhalt unserer Bürger und unserer Kultur", Thomaskirchof, 16-22.30 Uhr.

Versammlung "Legida – für Heimat, Frieden und Deutsche Leitkultur ...", Augustusplatz, 19-22 Uhr

Aufzug "Demokratischer Spaziergang gegen Faschismus und Behördenwillkür", Richard-Wagner-Platz, 19-22 Uhr


Gegendemonstrationen


Kundgebung "Leipzig gegen die LEGIDA-sierung der Innenstadt" Grimmaische Straße / Neumarkt, 14-20 Uhr

Demonstration "Refugees welcome – Solidarity with all those who are affected by racism!", Johannisplatz, 15.30-18 Uhr

Kundgebung "Willkommen in Leipzig", Gewerkschaft Verdi, Wilhelm-Leuschner-Platz, 16-21 Uhr

Mahnwache Schauspiel Leipzig, Bosestr./ Ecke Dittrichring, 16-21 Uhr

Mahnwache "Willkommen in Leipzig", DGB Nordsachsen, Simsonplatz, 17-18 Uhr

Kundgebung "Leipziger Friedenswache - Nein zu Krieg und Fremdenfeindlichkeit", Hauptbahnhof, 17-21 Uhr

Mahnwache "HMT Weltoffen-International-Miteinander gegen Rassismus und Ausgrenzung", 17.30- 21 Uhr, Dittrichring 21

Kundgebung "Leipzig. Courage zeigen e. V.", Grimmaischer Steinweg, 18.30-20.30 Uhr

Mahnwache "Stolpersteine putzen", Erich-Zeigner-Haus e. V., verschiedene Standorte, 19-20 Uhr

Fotos: Ralf Seegers, Frank Schmidt

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