Mini-Spaziergang, weil LEGIDA Behörden sitzen ließ

Statt wie beim vorletzten Mal über weite Teile des Leipziger Ringes darf LEGIDA am Montag nur rund 700 Meter weit spazieren.
Statt wie beim vorletzten Mal über weite Teile des Leipziger Ringes darf LEGIDA am Montag nur rund 700 Meter weit spazieren.

Von Andrzej Rydzik

Leipzig - Jetzt führen Stadtverwaltung und Polizei die Islamkritiker vor: LEGIDA hat für Montag einen Spaziergang genehmigt bekommen. Allerdings müssen sich Demo-Anmelder Silvio Rösler (51) und die Anhänger mit einer 700-Meter-Ministrecke begnügen …

Der vierte sogenannte Abendspaziergang von LEGIDA droht zur Farce zu werden. Donnerstagmorgen wollten sich alle Beteiligten nach schriftlicher Einladung im Ordnungsamt zu einem Kooperationsgespräch bezüglich der Route des Spaziergangs treffen. So weit, so gut - hätte Silvio Rösler auch daran teilgenommen.

In Abwesenheit des Demo-Anmelders wurde nun folgende Route genehmigt: Vom Augustusplatz dürfen die Islamkritiker auf dem Georgiring zum Hauptbahnhof laufen, umkehren und auf der anderen Straßenseite wieder hoch auf den Augustusplatz spazieren - macht gut 680 Meter.

Ob Rösler den Gesprächstermin einfach verpasst oder bewusst boykottiert hat, blieb gestern unklar. Die MOPO konnte den LEGIDA-Anmelder nicht erreichen.

Foto: Ralf Seegers


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