Mehr Gehalt statt Beamtenstatus für ältere Lehrer: So viel mehr bekommen sie

Dresden - Seit die Landesregierung im März das 1,7 Milliarden Euro teure Bildungspaket vorstellte, wird heftig darüber gestritten.

Stellten gestern die Nachbesserung des Lehrerpaketes vor: Bildungsminister Christian Piwarz (43, CDU) flankiert von den Fraktionschefs Dirk Panter (44, SPD, l.) und Christian Hartmann (44, CDU).
Stellten gestern die Nachbesserung des Lehrerpaketes vor: Bildungsminister Christian Piwarz (43, CDU) flankiert von den Fraktionschefs Dirk Panter (44, SPD, l.) und Christian Hartmann (44, CDU).  © Norbert Neumann

Da nur "junge" Lehrer bis 42 Jahre verbeamtet werden, fühlen sich die "älteren" Kollegen als Verlierer, fordern Nachbesserung. Diese hat die Koalition gestern vorgestellt.

Kernpunkt der "Ergänzungsvereinbarung": Mit einer Geld-Zulage sollen die Gräben in den Lehrerzimmern geschlossen werden.

Ab 2019 erhalten all jene angestellten Lehrer der weiterführenden Schulen 170 Euro pro Monat mehr, die derzeit in der Gehaltsstufe E13 eingruppiert sind oder diese bald erreichen.

Da Grundschullehrer nächstes Jahr von E11 in E13 aufsteigen, werden diese ab 2020 auch von der Zulage profitieren.

Bildungsminister Christian Piwarz (43, CDU): "Mit der Zulage werden sächsische Lehrer im Angestelltenverhältnis bundesweit am besten bezahlt. Ich bin sehr froh, dass wir uns auf diesen Weg verständigt haben."

SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Panter (44): "Diese Ausgleichszulage macht die Verbeamtung nicht gerechter. Aber es ist eine Anerkennung." Auch CDU-Fraktionschef Christian Hartmann (44) sprach von einem "Zeichen der Wertschätzung".

Der Sächsische Lehrerverband kritisierte die Nachbesserung: "Das werden viele Lehrer nicht als Anerkennung sehen. Die Zulage sollte wenigstens über 200 Euro liegen", so Vize-Chef Michael Jung (55). "Die Entscheidung wird neuen Streit entfachen."

Titelfoto: Norbert Neumann


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