Erneut Panik an High School! Lehrer schießt um sich

Jesse Randall Davidson hat an einer High School für Panik gesorgt
Jesse Randall Davidson hat an einer High School für Panik gesorgt  © Twitter/Screenshot

Atlanta - Ein Lehrer hat an der Dalton High School im US-Bundesstaat Georgia mit einer Pistole im Klassenraum um sich geschossen. Der 53-Jährige konnte festgenommen werden. Dies berichtet die "Washington Post". Die Tat weckt allerdings schreckliche Erinnerungen.

Nach einer Pause hatte sich Jesse Randall Davidson in einem Klassenraum verbarrikadiert. Als der Schulleiter der Dalton High School um 11.30 Uhr Ortszeit versuchte, die Tür zu öffnen, schoss der Geschichtslehrer mit einem Revolver auf ein Fenster.

Getroffen wurde niemand. Schüler waren nicht im Raum. Lediglich eine Schülerin erlitt bei einem Sturz im Zusammenhang mit dem resultierenden Chaos eine Verletzung am Knöchel. Diese konnte allerdings vor Ort behandelt werden, teilte die Polizei mit.

Der Schuss löste einen sogenannten "Code Red" aus. Code Red ist ein Alarm-Signal, bei dem Lehrer und Schüler sich in Sicherheit bringen müssen.

Sämtliche Jugendliche sowie Lehrenden verschanzten sich in ihren Klassenräumen. Dort verharrten sie in Ungewissheit, bis die Gebäude der Schule von der örtlichen Polizei geräumt wurden. Der Unterricht wurde nicht fortgesetzt. Erst am Freitag soll an der Dalton High School wieder ein normaler Tagesablauf stattfinden.

Eine halbe Stunde nach Eintreffen der Polizei gab Davidson, der seit dem Jahr 2004 an der Schule unterrichtet, schließlich auf und ließ sich festnehmen. "Wir waren glücklicherweise sehr schnell vor Ort", erklärte Bruce Frazier, Sprecher des Dalton Police Departments. Der 53-Jährige müsse sich nun vor einem Richter verantworten. Es war nicht der erste Zwischenfall mit Davidson.

Im März 2016 wurde der Lehrer von der Polizei in das Hamilton Medical Center eingeliefert, nachdem er fälschlicherweise gestanden hatte, dass auf seine Anweisung zwei Freunde ermordet worden wären. Die Dalton High School wurde über den Vorgang in Kenntnis gesetzt. Im Januar 2017 hatte Davidson zudem aufgrund von Unwohlsein einen Arbeitstag vorzeitig beendet, nur um Stunden später von der Polizei in einem verwirrten Zustand aufgefunden und erneut in eine Klinik eingeliefert zu werden. Auch hier wurde die High School über die Einweisung informiert. Konsequenzen hatten die Vorfälle jedoch keine.

Die Tat weckte Erinnerungen an den Amoklauf von Nikolas Cruz vor zwei Wochen. Der 19-Jährige hatte an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland 17 Menschen erschossen sowie 15 teils schwer verletzt (TAG24 berichtete).


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