Fummel-Gymnasium? Schüler erheben schwere Vorwürfe gegen mehrere Lehrer

Lauingen - Nach einem Bericht über Belästigungsvorwürfe gegen Lehrer eines Gymnasiums in Schwaben prüft das bayerische Kultusministerium die Vorwürfe der Schüler.

Auch auf den Sozialen Netzwerken scheinen Lehrer Grenzen zu überschreiten. (Symbolbild)
Auch auf den Sozialen Netzwerken scheinen Lehrer Grenzen zu überschreiten. (Symbolbild)  © 123rf/Alexander Koltyrin

"Das Ministerium nimmt die geäußerten Vorwürfe ernst und geht ihnen derzeit im Zusammenwirken mit der Schule und der Schulaufsicht nach", sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch.

Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Augsburg erklärte, dass die in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks dargestellten Verfehlungen strafrechtlich geprüft würden. Die Kripo habe die Informationen zur weiteren Prüfung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Laut dem Bericht haben sich zwei Ex-Schüler der Schule in Lauingen im Landkreis Dillingen, die mittlerweile in psychologischer Behandlung sind, massiv über Lehrer beschwert.

Ein Pädagoge soll sich bei einem Barbesuch mit Schülern so betrunken haben, dass er von den Jugendlichen nach Hause gebracht werden musste.

Dort habe der alkoholisierte Lehrer einen Schüler laut Bericht gebeten, sich mit ihm ins Bett zu legen, um dann den Schüler zu umklammern. Als er sich einer Pädagogin anvertraute, spielte diese den Vorfall runter.

In anderen Fällen, soll es zu Grenzüberschreitungen mehrerer Lehrer in Sozialen Netzwerken gekommen sein. Der Psychotherapeut, dessen Patienten die Vorwürfe erhoben haben, sagte dem BR, "dass es da ein paar wenige Lehrer gibt, die eine Grenze überschreiten und anscheinend diesen Schulkörper dafür benutzen, ihre eigenen Bedürfnisse auszuleben".

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte sich der Therapeut im Hinblick auf seine Schweigepflicht nicht weiter äußern.

Die Polizei ermittelt nun wegen der Vorwürfe. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt nun wegen der Vorwürfe. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: 123rf/Alexander Koltyrin

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