Kurz vor den Ferien: Lehrerstreik auf dem Carolaplatz

Dresden - Mehr als 4 000 Lehrer tauschten Donnerstag Tafelkreide gegen Trillerpfeife und protestierten für eine bessere Bezahlung.

Ursula-Marlen Kruse (61), Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen, sprach gestern vor dem Finanzministerium.
Ursula-Marlen Kruse (61), Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen, sprach gestern vor dem Finanzministerium.  © xcitepress/ce

Auf dem Carolaplatz versammelten sich Tausende Pauker und weitere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, um ihren Frust über den laufenden Tarifstreit rauszulassen.

"Es war eine beeindruckende, machtvolle Kundgebung", so das Fazit von Jens Weichelt (55), dem stellvertretenden Vorsitzenden der dbb-Bundestarifkommission. "Die Lehrer haben für den bundesweit größten Warnstreik in dieser Tarifrunde gesorgt!"

Doch nicht nur Lehrer hätten demonstriert, sondern auch Beschäftigte von Autobahnmeistereien, Finanzverwaltung, Mitarbeiter der Semperoper sowie Forstleute. Insgesamt wären 5000 Demonstranten vor Ort gewesen.

"Ich fand das sehr beeindruckend. Damit haben die Kollegen gezeigt, dass ihnen diese Tarifrunde wirklich wichtig ist und dass sie wollen, dass die Arbeitgeberseite sich bewegt", so GEW-Landeschefin Ursula-Marlen Kruse (61). Bei den nächsten Tarif-Verhandlungen in Potsdam (ab 28. Februar) will sie Ergebnissen sehen. Sollte es zu keiner Übereinkunft kommen, würde weiter gestreikt. "Ich gehe aber davon aus, dass die Arbeitgeber im Vorfeld ihr Angebot machen.“

Hauptforderung der Gewerkschaften: Erhöhung der Einkommen von 6 Prozent (mindestens 200 Euro) um den Rückstand zu den Tarifverträgen mit Bund und Kommunen aufzuholen.

Auf dem Carolaplatz versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben 5000 Frauen und Männer.
Auf dem Carolaplatz versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben 5000 Frauen und Männer.  © Eric Münch

Titelfoto: Eric Münch

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