Nach über 30 Jahren: Lehrerin isst Schokolade und wird gefeuert!

Eine langjährige Lehrerin kämpfte in Heidelberg um ihren Job. (Symbolbild)
Eine langjährige Lehrerin kämpfte in Heidelberg um ihren Job. (Symbolbild)  © 123rf, dpa

Heidelberg - Am Ende fließen Tränen im Gerichtssaal. In einem Prozess um eine Tafel Schokolade behält Juliane L. zwar ihre Stelle als Heilerziehungspflegerin und wird nicht fristlos gekündigt.

Aber die Vorwürfe der Gegenseite, sie habe gegen die Hausordnung verstoßen, klingen nach und verletzen die 64-Jährige. Mit einem weißen Taschentuch wischt sie sich durchs Gesicht.

Auch die Reaktion der Gegenseite zeigt, dass es im Arbeitsgericht in Heidelberg um mehr geht als um Schokolade und die private Nutzung einer Dienstwaschmaschine. Das waren die Haupt-Anschuldigungen gegen Juliane L., und deswegen musste sie im Februar von einem Tag auf den anderen gehen.

Der Arbeitgeber, eine Hilfseinrichtung auch für behinderte Kinder, hatte der Frau nach mehr als 30 Arbeitsjahren im selben Betrieb in Neckargemünd fristlos gekündigt - unter anderem wegen des Vorwurfs, Schokolade einer Kollegin gegessen zu haben.

Das Gericht hatte zunächst mitgeteilt, die Frau sei Lehrerin gewesen. In der Verhandlung wurde aber präzisiert, dass die Klägerin Heilerziehungspflegerin in einer Hilfseinrichtung war.


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