Wer soll die Kinder unterrichten? Lehrermangel in NRW noch höher!

Düsseldorf - Unterrichtsausfälle, überforderte Lehrer, Chaos an Schulen. Der Lehrermangel in NRW führt zu schwerwiegenden Folgen. Nun zeigen aktuelle Zahlen, dass das Problem noch längst nicht in den Griff zu bekommen ist.

Das Problem des Lehrermangels hat schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)
Das Problem des Lehrermangels hat schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)  © dpa/Hendrik Schmidt

Dem Land fehlen bis zu 8380 Lehrer. Dies geht aus Zahlen die der DPA vorliegen hervor. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres stieg die Zahl offener Stellen um 1077. Die meisten Lehrer fehlen in den Grundschulen.

Die SPD Opposition warf der Regierung Untätigkeit vor.

Stefan Zimkeit (55), der Finanzpolitische Sprecher der SPD erklärt in einer Mitteilung: "Für Finanzminister Lutz Lienenkämper scheint sie nicht ganz ungelegen zu kommen. Denn mit den nicht ausbezahlten Lehrergehältern kann er die Lücken in seinem Haushalt schließen." Die Situation an den Schulen Nordrhein-Westfalens sei "längst nicht mehr hinnehmbar", so Zimkeit.

Die SPD fordert kurzfristige Maßnahmen, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Unter anderem fordert sie multiprofessionelle Teams, einen Ausbau der Digitalisierung an Schulen und eine Erhöhung der Besoldung für Grundschullehrer.

Auf Anfrage der deutschen Presse-Agentur bestätigte das Schulministerium die Zahlen. Wies aber gleichzeitig darauf hin, dass zwar 949 zusätzliche Planstellen geschaffen wurden, diese jedoch nicht vor August besetzt werden könnten.

Den hohen Anstieg der Zahlen begründet das Ministerium mit dem vielen Berufsaustritten zum 31. Januar 2019, die jedoch vor Mai nicht neu besetzt werden konnten, da erst ab Ende April wieder Lehramtsanwärter zur Verfügung gestanden hätten.

Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in NRW Stefan Zimkeit (55)
Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in NRW Stefan Zimkeit (55)  © www.spd-fraktion-nrw.de

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