Mörderisches Beziehungsdrama: Mann tötet Freundin und sich selbst

Der 46-jährige stürzte sich am Dienstag in der Grunaer Straße in den Tod.
Der 46-jährige stürzte sich am Dienstag in der Grunaer Straße in den Tod.

Von U. Garten, M. Kernstock und U. Blümel

Dresden – Das grausame Beziehungsdrama von Merschwitz: Ein Mann (46) tötet zuerst seine Freundin (30) in der gemeinsamen Wohnung, fährt dann nach Dresden und stürzt sich dort von einem Hochhaus in den Tod.

Am Sonnabend deutete alles auf ein Beziehungsdrama hin...

Kellnerin Annett E. und ihr Mörder waren seit einem knappen Jahr zusammen, wohnten gemeinsam in Merschwitz.

Aus noch ungeklärter Ursache muss es zum Streit gekommen sein. Der Mann tötete vermutlich zuerst seine Freundin, fuhr kurze Zeit später mit seinem dunklen Audi-Kombi 40 Kilometer nach Dresden.

In der Grunaer Straße 6 hielt er am Dienstag gegen Mittag an einem Hochhaus. Dann wählte er die Nummer der Polizei:

"Da kündigte ein Mann über den Notruf seinen Selbstmord an“, sagt der Dresdner Polizeiführer Hauptkommissar Lutz Milker (52). „Er sagte, er wolle vom Hochhaus in der Grunaer Straße 6 springen.“

Hat der 46-jährige Mann vor seinem Tod seine Freundin getötet?
Hat der 46-jährige Mann vor seinem Tod seine Freundin getötet?

Sofort eilte die Polizei in die Grunaer Straße. Doch die Beamten kamen zu spät. Der 46-jährige lag tot vor der Eingangstür. Er war in den Tod gesprungen, wie er es angekündigt hatte.

Die Polizei fand schnell Hinweise auf die gemeinsame Wohnung, fuhr direkt dort hin. Doch die Beamten kamen wieder zu spät.

In Merschwitz (Kreis Meißen) fanden sie die Leiche der 30-jährigen Freundin in der gemeinsamen Wohnung. Anwohner berichten, dass sie gefesselt in der Badewanne gelegen habe.

Die junge Frau arbeitete in Merschwitz im "ElbCafe". Ihr Chef Mario Richter (40) sagte zu MOPO24: "Sie war als fleißige Mitarbeiterin bekannt, bei unseren Gästen sehr beliebt. Ich kannte ihren Freund, aber nur flüchtig. Aus Respekt gegenüber den Eltern will ich lieber nichts sagen."

Die Polizei äußerste sich nur vorsichtig. Sprecherin Jana Ulbricht bestätigt: "Es besteht der Vwerdacht eines Tötungsdelikts." Die Ermittlungen des LKA laufen.

Die junge Frau hat hier in Merschwitz im "ElbCafe" gearbeitet.
Die junge Frau hat hier in Merschwitz im "ElbCafe" gearbeitet.

Fotos: Steffen Füssel, Ove Landgraf


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