Geständnis im Prozess um zerstückelte Leiche: 14-Jährige war bei Tötung dabei

Itzehoe - Im Prozess um eine zerstückelte und einbetonierte Leiche in Schleswig-Holstein hat der Hauptangeklagte am Donnerstag ein Geständnis abgelegt.

Mit verdeckten Gesichtern sitzen die Angeklagten zum Auftakt eines Mordprozesses im Gerichtssaal.
Mit verdeckten Gesichtern sitzen die Angeklagten zum Auftakt eines Mordprozesses im Gerichtssaal.  © Carsten Rehder/dpa

Er habe im Frühjahr 2017 den ehemaligen Lebensgefährten seiner Freundin vor den Augen der Tochter mit zwei Schüssen aus einem Gewehr getötet, sagte der 47-Jährige am Donnerstag am Landgericht Itzehoe.

Anschließend habe er die damals 14-Jährige auf ihr Zimmer geschickt, um die Leiche zu beseitigen.

Die Lebensgefährtin des Toten und Mitangeklagte sei zur Tatzeit aber außer Haus gewesen.

Laut Anklage soll er allerdings gemeinsam mit der 37 Jahre alten Frau einen heimtückischen Mord begangen haben (TAG24 berichtete).

Die Leiche sollen sie zerstückelt und auf ihrem Reiterhof in Dammfleth im Kreis Steinburg vergraben haben. Beide saßen deswegen zunächst in Untersuchungshaft.

Kurz vor Weihnachten hob das Gericht den Haftbefehl gegen die Frau auf. Ihr Lebensgefährte blieb in Untersuchungshaft.

Die in einem gesonderten Verfahren ebenfalls angeklagte Tochter wurde inzwischen auch aus der Untersuchungshaft entlassen.

Die heute 16-Jährige war in dem Prozess ursprünglich als Nebenklägerin aufgetreten (TAG24 berichtete). Nach Zeugenaussagen geriet sie jedoch ins Visier der Staatsanwaltschaft und wurde verhaftet.

Die Anklage gegen Mutter und Tochter wurde laut Staatsanwaltschaft jedoch nicht aufgehoben.

Mit verdecktem Gesicht wird die Angeklagte zum Auftakt eines Mordprozesses in den Gerichtssaal geführt.
Mit verdecktem Gesicht wird die Angeklagte zum Auftakt eines Mordprozesses in den Gerichtssaal geführt.  © Carsten Rehder/dpa

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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