Wahnsinn! Vier Dresdner haben das Olympia-Ticket

Die drei Dresdner Wasserspringer Sascha Klein, Tina Punzel und Martin Wolfram fahren nach Rio.
Die drei Dresdner Wasserspringer Sascha Klein, Tina Punzel und Martin Wolfram fahren nach Rio.

Von Tina Hofmann

Berlin/Kassel/dresden - Was für ein erfolgreiches Wochenende für den Dresdner Sportclub! Am Sonnabend und Sonntag haben gleich vier Athleten des Vereins das Olympia-Ticket für Rio de Janeiro gebucht.

Den Anfang machten die Wasserspringer, die bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ordentlich abräumten. Bei einem Dresdner Dreifacherfolg vom Turm sicherten sich Sascha Klein und Martin Wolfram den Titel sowie Silber. Dritter wurde Timo Barthel vom DSC, der jedoch nicht für Olympia qualifiziert ist.

"Ich bin überglücklich! Den ganzen Tag war ich so nervös und hatte Angst, dass ich es vielleicht nicht schaffe. Aber jetzt sind alle Sorgen und Ängste verflogen und meiner Schulter geht es auch gut, sagte Wolfram.

Für ihn war die Meisterschaft besonders emotional, denn der 24-Jährige konnte aufgrund mehrerer Verletzungen weder bei der Olympia-Qualifikation in Rio, noch bei der Europameisterschaft vom Turm starten.

Bei den Frauen wurde Tina Punzel vom 3-Meter-Brett Zweite. Den dritten Platz holte mit Louisa Stawczynski ebenfalls eine Dresdner Sportlerin.

Auch Dreispringerin Jenny Elbe hat es geschafft.
Auch Dreispringerin Jenny Elbe hat es geschafft.

Punzel, Klein und Wolfram ersprangen allesamt die geforderte Normapunktzahl und haben ihr Ticket sicher, auch wenn natürlich die offizielle Nominierung durch den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) noch aussteht.

Riesiger Jubel brach dann am Sonntag bei Dreispringerin Jenny Elbe aus. Die 26-Jährige sicherte sich zum dritten Mal in ihrer Karriere (2012 in Wattenscheid, 2013 in Ulm) den Deutschen Meistertitel im Freien. (Hier gibt es ihren Goldsprung im Video).

In einem spannenden Wettkampf schnappte sich Elbe im sechsten und damit letzten Durchgang mit 14,28 Meter die Goldmedaille. Bis dahin hatte stets die Chemnitzerin Kristin Gierisch (14,05) vor ihr gelegen.

Elbe sank nach dem letzten Sprung zu Boden, umarmte Vater und Trainer Jörg Elbe. Von Freund Matthias Haverney gab es ein Siegerküsschen.

"Im Sechsten muss man volles Risiko gehen. Das habe ich gemacht. Ich bin super happy, zumal ich schon nach dem ersten Versuch Wadenprobleme hatte", sagte Elbe.

So musste ihr Vater während des Wettkampfes in den Innenraum kommen und sie betreuen. Am Ende ging alles auf und Elbe hat mit dem Titel und der erneut übersprungenen Olympianorm das Ticket sicher.

Speerwerfer Lars Hamann muss hingegen noch um die Teilnahme in Rio bangen. Zwar hat der Dresdner schon drei Mal die Norm geknackt, doch in Kassel reichte es mit 80,48 Meter nur zu Rang fünf.

Dabei übertraf neben Thomas Röhler und Johannes Vetter bei der Meisterschaft auch Julian Weber die Norm. Allerdings hat Deutschland im Speerwerfen nur drei Startplätze in Rio.

Elbe sprang in Kassel zu Gold.
Elbe sprang in Kassel zu Gold.

Fotos: Lutz Hentschel; imago; dpa


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