Großstadt-Chaos: Leihräder außer Kontrolle

"Call a bike" kam im Jahr 2003 nach Frankfurt (Symbolbild).
"Call a bike" kam im Jahr 2003 nach Frankfurt (Symbolbild).  © Arne Dedert/dpa

Frankfurt – Seit 14 Jahren gibt es den Fahrradverleih "Call a bike" von der Deutschen Bahn. Mittlerweile vertreiben in Frankfurt vier Anbieter mit mehr als 6000 Rädern dieses Geschäftskonzept.

Die Problematik bei so vielen Leihrädern: Chaos.

Die Fahrräder stehen bzw. liegen eher an jeder Ecke, versperren Zufahrten und Gehwege. Zusätzlich werden die Körbe und Gepäckträger als Abfalleimer missbraucht.

Laut BILD Information wird es Ende Dezember 2017 und im neuen Jahr schlimmer werden. Ein fünfter Anbieter "LimeBike" startet mit 480 Fahrrädern.

2018 wollen alle fünf Anbieter ihr Geschäftsmodell ausweiten. Hierbei ist von bis zu 7000 Rädern pro Anbieter die Rede.

Doch nicht nur in Frankfurt wird sich über die hohe Anzahl der Fahrräder aufgeregt. Auch international geht der Shitstorm los: auf Instagram erfreuen sich Follower lustiger Bilder der Leih-Nervtöter.

Auf Instagram wird sich international über die Leihfahrräder lustig gemacht.
Auf Instagram wird sich international über die Leihfahrräder lustig gemacht.

Dem Frankfurter Verkehrsdezernat, Klaus Oesterling (SPD), will ab Januar 2018 verkehrswidrige abgestellte Leihräder auf Kosten des jeweiligen Anbieter entfernen lassen.

Oesterling sagte zur Bild: „Wir arbeiten an einem Merkblatt mit Regeln, das die Unternehmen möglichst noch vor Weihnachten auf dem Tisch haben".

Innerhalb von 24 Stunden sind wild geparkte Leihräder künftig zu beseitigen: „Wir erwarten, dass die Firmen mithelfen. Sie haben die Möglichkeit, das Verhalten ihrer Nutzer zu steuern. Davon macht derzeit jedoch nicht jeder Anbieter Gebrauch".


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