So will Leipzig die 700.000-Einwohner knacken

Vier Hauptziele stehen auf dem Programm des Stadtentwicklungskonzeptes.
Vier Hauptziele stehen auf dem Programm des Stadtentwicklungskonzeptes.  © Stadt Leipzig

Leipzig - "Diese Vorlage ist die vielleicht wichtigste der nächsten fünf Jahre", leitete Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) das Gespräch über die Zukunft Leipzigs ein.

Das neue Integrierte Stadtentwicklungskonzept "Leipzig 2030", kurz INSEK, wurde am Mittwoch im Neuen Rathaus vorgestellt. Diese soll die Grundlage für die Entwicklung Leipzigs in den nächsten 15 Jahren sein.

"Leipzig hat sich radikal und rasant verändert", so der OB. Der rote Faden im neuen Konzept ist daher die Nachhaltigkeit. Vier große Ziele enthält das INSEK.

Leipzig solle im Wettbewerb mit europäischen Großstädten bestehen können, eine soziale Stabilität zwischen den Stadtteilen schaffen, internationaler werden und eine allgemein hohe Lebensqualität sichern.

Matthias Hasberg (Pressesprecher der Stadt Leipzig), OB Burkhard Jung, Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Stefan Heinig (Abteilungsleiter im Stadtplanungsamt) stellten das INSEK am Mittwoch vor.
Matthias Hasberg (Pressesprecher der Stadt Leipzig), OB Burkhard Jung, Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Stefan Heinig (Abteilungsleiter im Stadtplanungsamt) stellten das INSEK am Mittwoch vor.

Im Jahr 2030 erwartet die Stadt mehr als 700.000 Einwohner. Burkhard Jung hofft, dass es dabei erstmal bleibe. "Ich glaube, dass wir zur Zeit nicht auf größere Dimensionen ausgelegt sind", so Jung.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau erklärte, dass mit der wachsenden Einwohnerzahl der Flächennutzungsplan neu erdacht werden müsse. "Eigentlich muss jede Fläche eine Doppelt- oder Mehrfachnutzung bekommen", sagte sie. Auch was Schulen und Kitas betrifft, müsse die Messestadt aufrüsten: "Wir brauchen 71 neue Schulen und etwa 100 neue Kitas", so Jung.

Große Erwartungen wurden während des Gesprächs gedämpft: "Wir haben versucht, die Dinge aufzuschreiben, die wir auch umsetzen können", erklärte Jung. Um all das aber umsetzen zu können, müsse sich Leipzig wirtschaftlich weiterhin gut entwickeln. Nur so könne INSEK finanziell umgesetzt werden.

"Ich möchte trotzdem eine hohe Verbindlichkeit", sagte der Oberbürgermeister am Mittwoch. Der nächste Haushalt solle daher schon auf dem INSEK beruhen.

Im März 2018 soll das Entwicklungskonzept beschlossen werden. Interessierte können das INSEK bis dahin im Hauptbahnhof und der Stadtbibliothek sowie auf der Webseite der Stadt einsehen.


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