45 von 60 CDU-Direktkandidaten in Sachsen sagen "Nein!" zur AfD

Leipzig - 45 von 60 CDU-Direktkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen lehnen eine Koalition mit der AfD ab. Das geht aus einer Befragung der Gruppe "Zukunft Sachsen" hervor.

Nicht nur Michael Kretschmer antwortete auf den offenen Brief mit einem klaren Nein.
Nicht nur Michael Kretschmer antwortete auf den offenen Brief mit einem klaren Nein.  © DPA

Die Initiative hatte die Politiker in einem Brief befragt, ob sie eine Koalition mit der AfD ausschließen.

45 Antworten seien bislang eingegangen, sagte der Sprecher der Gruppe, Sascha Kodytek, am Montag in Leipzig. Aus allen sei eine Ablehnung zur Koalition mit der AfD hervorgegangen.

Von 15 Angeschriebenen stehe eine Antwort noch aus. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

"Mein Wort gilt: Eine Zusammenarbeit mit der AfD kommt nicht in Frage", lautet etwa die Antwort des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Geantwortet hatten unter anderem auch Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow sowie Innenminister Roland Wöller.

Zahlreiche Kandidaten begründeten die Entscheidung inhaltlich, teilte die Initiative weiter mit. Sie kritisierten unter anderem, dass die Versprechen der AfD Sachsen nicht finanzierbar seien und eine klare Abgrenzung zum Rechtsextremismus fehle.

Bekannt wurde "Zukunft Sachsen" vor der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz: Hollywood-Größen und Künstler wie "Game of Thrones"-Schauspieler Tom Wlaschiha oder Volker Bruch ("Babylon Berlin") wandten sich in einem offenen Brief an die Wähler und sprachen sich gegen Hass und Ausgrenzung aus. Verbreitet wurde er über die Webseite der Gruppe.

In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow sprach sich ebenso gegen eine Koalition mit der AfD aus.
Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow sprach sich ebenso gegen eine Koalition mit der AfD aus.  © DPA

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