Leipzig: Linke verwüsten Veranstaltungsort des AfD-Kreisparteitags

Leipzig - Das Hotel "Zur Ratte" im Südwesten Leipzigs ist in der vergangenen Nacht Opfer eines Anschlags geworden. Dort sollte am Wochenende der AfD-Kreisparteitag stattfinden. Auf der linken Plattform "Indymedia" hat sich bereits eine Antifa-Gruppe für die Tat verantwortlich gezeigt.

Auch das Kassensystem des Hotels wurde mit Flüssigbitumen vollgespritzt.
Auch das Kassensystem des Hotels wurde mit Flüssigbitumen vollgespritzt.

"In der Nacht zum 09. November haben wir im Hotel 'Zur Ratte' [...] in Leipzig die Scheiben eingeschlagen und Farbe im Innenraum verteilt", heißt es im Bekennerschreiben. Nach TAG24-Informationen handelt es sich bei der verbreiteten Farbe um Flüssigbitumen. Alle Scheiben der im Erdgeschoss befindlichen Gaststätten wurden zerstört, ebenso wie die Frontscheibe eines davor parkenden Autos. Auf TAG24-Nachfrage bestätigte Uwe Voigt den Anschlag. "Der Staatsschutz ermittelt", so der Polizeisprecher.

In den Räumlichkeiten der "Ratte" sollte am Wochenende der Kreisparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) stattfinden - dieser wurde nun abgesagt.

An diesem Termin sollten auch die KandidatInnen der kommenden Kommunalwahlen gewählt und über das Kommunalwahlprogramm debattiert werden.

Der gesamte Gaststättenbereich wurde mit Bitumen verschmutzt.
Der gesamte Gaststättenbereich wurde mit Bitumen verschmutzt.

In dem Bekennerschreiben wurde unter anderem auch der Leipziger AfD-Pressesprecher und Stadtrat Christian Kriegel persönlich angegriffen. "Als Rassist lasse ich mich nicht bezeichnen", sagte er TAG24. "Seit Jahren wird nichts gegen Linksextremismus in Leipzig getan", so Kriegel, der besonders Oberbürgermeister Burkhard Jung (60, SPD) in der Pflicht sieht. Die aktuelle Situation sei "unerträglich". Beim Anschlag in der letzten Nacht rechne er mit einem Gesamtschaden von rund 50.000 Euro. "Der Inhaber kann die Räumlichkeiten jetzt wochenlang nicht nutzen", so Kriegel.

Auch mit der sich am heutigen Freitag zum 80. Mal jährenden Reichspogromnacht werde die AfD immer wieder in Verbindung gebracht, erläutert Kriegel. "Wir distanzieren uns von diesen unsäglichen Verbrechen der Nationalsozialisten", so der Sprecher.

"Der Anschlag ist ein kleiner kämpferischer Beitrag für ein aktives Gedenken an die Verbrechen des Faschismus", ist im Bekennerschreiben abschließend zu lesen.

Sämtliche Scheiben des Lokals wurden beschädigt.
Sämtliche Scheiben des Lokals wurden beschädigt.

Mehr zum Thema AfD:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0