Wegen Missbrauch von Wende-Foto verurteilt: AfD kündigt juristische Mittel an

Leipzig - Die AfD Leipzig geht juristisch gegen das Verbot eines Wahlplakates mit einem Foto aus den Tagen der Friedlichen Revolution vor (TAG24 berichtete).

Das AfD-Plakat mit dem missbrauchten Foto.
Das AfD-Plakat mit dem missbrauchten Foto.  © dpa/Jan Woitas

Man habe eine Anwaltskanzlei mit der Angelegenheit beauftragt, sagte der Chef des AfD-Kreisverbandes, Siegbert Droese (49), am Wochenende.

Am Freitag hatte das Landgericht Leipzig eine einstweilige Verfügung verhängt, nach der die AfD ein Foto des verstorbenen Leipziger Fotografen Friedrich Gahlbeck aus dem Wendeherbst 1989 nicht für Wahlwerbezwecke nutzen darf. Danach mussten die Plakate noch vor der Wahl beseitigt werden.

Geklagt hatte die Witwe des Fotografen. Das verwendete Foto vom 16. Oktober 1989 zeigt die Montagsdemonstration am heutigen Augustusplatz.

Das Gericht schloss sich der Auffassung der Antragstellerin an, dass die Verwendung des Fotos rechtswidrig ist. Unter anderem unterschlug die AfD den Namen des Fotografen.

Siegbert Droese (49).
Siegbert Droese (49).  © Petra Hornig

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