Bagger-Besetzer festgenommen, was passiert mit den Inhaftierten?

Leipzig - Am Dienstag besetzten zehn Personen einen Bagger des Bauunternehmens MIBRAG im Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Diese wurden von der Höhenrettung heruntergeholt und in Polizeigewahrsam gebracht.

Mit Transparenten positionierten sich die Aktivisten auf einem meterhohen Bagger.
Mit Transparenten positionierten sich die Aktivisten auf einem meterhohen Bagger.  © Screenshot Twitter/ vereinigt_gegen_schleenhain

Auch am Mittwoch befinden sich zumindest noch zwei der ursprünglich zehn Personen in der Polizeistelle in der Dimitroffstraße in Leipzig. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.

"Acht Personen wurden - teilweise weil die Identität geklärt werden konnte, teilweise aufgrund ihres Jugendlichen Alters - entlassen", bestätigte Staatsanwältin Vanessa Fink.

Gegen die beiden anderen Personen werde die Staatsanwaltschaft noch heute wegen des dringenden Tatverdachts des Hausfriedensbruchs Haftantrag beim Amtsgericht Leipzigs stellen. Ein Ermittlungsrichter werde dann nach Vorführung der zwei Beschuldigten darüber entscheiden, ob die Haftbefehle erlassen und in Vollzug gesetzt werden.

Die Aktion auf dem Bagger im Tagebau bei Pödelwitz hatte im Zuge des Klimacamps stattgefunden, in dem zurzeit mehr als 1000 Teilnehmer über eine nachhaltige und faire Zukunft diskutieren und beraten. Vor allem den weiteren Abbau von Kohle im Tagebaugebiet wollen die Aktivisten stoppen. (TAG24 berichtete)

Am Dienstag besetzten zehn Personen einen Kohlebagger der MIBRAG im Tagebau Vereinigtes Schleenhain.
Am Dienstag besetzten zehn Personen einen Kohlebagger der MIBRAG im Tagebau Vereinigtes Schleenhain.

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