Riesige Algenplage! In Leipzig wird jetzt unter Wasser gemäht

Leipzig - Rasenmähen auf den Kopf gestellt: Ab Ende Juli wird der Leipziger Karl-Heine-Kanal entkrautet. Zwischen Nonnenbrücke und Lindenauer Hafen rückt ein Mähboot Fadenalgen und Unterwasserpflanzen zuleibe.

Der Karl-Heine-Kanal in Leipzig. Er wird zwischen Nonnenbrücke und Lindenauer Hafen entkrautet.
Der Karl-Heine-Kanal in Leipzig. Er wird zwischen Nonnenbrücke und Lindenauer Hafen entkrautet.  © PR Leipzig Tourismus/Andreas Schmidt

"Dabei werden die Pflanzen bis 1,60 Meter unterhalb der Wasseroberfläche abgemäht", heißt es in einer Rathausmitteilung.

Der Mahd gehen aufwändige ökologische Untersuchungen voraus. Immerhin sind Lebens- und Fortpflanzungsbiotope besonders geschützter Arten am Rande des Kanals zu beachten.

Dabei gilt das in Deutschland strenge Schädigungsverbot: So ist es untersagt, Lebenswelten wildlebender Tiere der besonders geschützter Arten zu zerstören – beispielsweise Libellen und Libellenlarven.

Der Kanal ist eine schmale schiffbare Wasserstraße im Leipziger Westen. Die mehr als drei Kilometer lange Verbindung wurde zwischen 1864 und 1898 angelegt.

Der Kanal erstreckt sich über die Stadtteile Plagwitz, Lindenau und Neulindenau.
Der Kanal erstreckt sich über die Stadtteile Plagwitz, Lindenau und Neulindenau.  © Google Maps

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