Machen es Leipziger Wohnungen Einbrechern besonders leicht?

Sind die schönen Altbauwohnungen in Leipzig ein gefundenes Fressen für Einbrecher?
Sind die schönen Altbauwohnungen in Leipzig ein gefundenes Fressen für Einbrecher?  © DPA

Leipzig - Große Räume, historischer Charme und Flügeltüren- die Stadt ist bekannt für ihre wunderschönen Altbauwohnungen. Doch die laden Einbrecher offenbar förmlich zum Tag der offenen Tür ein.

Wahrscheinlich hat es nicht mal zehn Sekunden gedauert, bis sich dieser Langfinger am helllichten Tage Zutritt zu der Wohnung verschafft hatte: Am Mittwochnachmittag machte sich ein Einbrecher in einer Behausung in der Dietzgenstraße in Gohlis zu schaffen. Ohne Mühe gelang es ihm, die zweiflügelige Wohnungstür so weit aufzudrücken, dass er den Kantenriegel betätigen konnte. Hereinspaziert!

Der Unbekannte erbeutete ein Tablet und eine teure Armbanduhr und flüchtete. Wie die Polizei mitteilte, häufen sich solche Fälle, in denen Einbrecher förmlich in fremde Häuser eingeladen werden.

Immer wieder machen sich Kriminelle den Altbau-Charme der Leipziger Wohnungen zunutze, um teuren Schmuck, Bargeld und technische Geräte in ihren Taschen verschwinden zu lassen. Laut Polizeilicher Statistik stellen solche Vorfälle einen großen Schwerpunkt im Kriminalgeschehen dar.

Dabei wäre es ein Leichtes, sich mit kleinen Mitteln vor den Einbrechern zu schützen: Mit ein paar Schrauben oder Bolzen können beispielsweise Flügeltüren ganz einfach gesichert werden. Damit wäre das Einbruchsrisiko nicht hundertprozentig vermieden, doch wer an einem solchen Mechanismus herumwerkelt, wird gehört- und so möglicherweise auch vertrieben.

Die Polizei ruft die Leipziger Bürger außerdem dringend dazu auf, ihren Leichtsinn abzulegen. Zu oft blieben Fenster und Türen unverschlossen. Um den Kriminellen also in Zukunft das Handwerk zu legen, gilt deshalb umso mehr: Aufpassen und zum Werkzeugkasten greifen!


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