Amazon-Mitarbeiter kämpfen seit 5 Jahren erbittert um Vertrag

Leipzig - Die Beschäftigten bei Amazon in Leipzig haben am Donnerstag erneut gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi fordert Verhandlungen über einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen.

Von ursprünglich 1950 Mitarbeitern sollen nur noch knapp 1500 übrig bleiben. (Symbolbild)
Von ursprünglich 1950 Mitarbeitern sollen nur noch knapp 1500 übrig bleiben. (Symbolbild)  © DPA

Die Mitarbeiter hätten mit Beginn der Nachtschicht die Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Rund 400 Beschäftigte beteiligten sich laut Gewerkschaft an dem Ausstand.

Zuletzt hatten Leipziger Amazon-Mitarbeiter im Juli gestreikt. Der Internet-Händler lehnt die Forderung von Verdi nach einem Tarifvertrag seit 2013 strikt ab. Bundesweit sind rund 16.000 Menschen bei Amazon beschäftigt.

Amazon teilte mit, dass der Streik "keine Auswirkungen auf unser Kundenversprechen" habe und die Mehrheit der Mitarbeiter normal gearbeitet habe. Am Freitag sollten die Beschäftigten in Leipzig darüber informiert werden, dass es wie an den anderen Standorten in Deutschland auch eine Lohnerhöhung geben werde.

Verdi-Streikleiter Thomas Schneider sagte, die Amazon-Beschäftigten wollten nicht, dass der Arbeitgeber "nach Gutdünken" entscheide. Sie könnten nicht verstehen, dass der US-Versandhändler nicht bereit sei, über einen Tarifvertrag zu verhandeln.

Titelfoto: DPA


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