André Poggenburg will schon wieder in Connewitz demonstrieren

Leipzig - Er kann es einfach nicht lassen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, eine Demonstration im Leipziger Stadtteil Connewitz abzuhalten, versucht es der ehemalige AfD-Politiker André Poggenburg am Samstag erneut.

Auch die Veranstaltung am Samstag steht auf der Kippe.
Auch die Veranstaltung am Samstag steht auf der Kippe.  © Ralph Koehler/Propicture

Zwischen 11 und 12 Uhr möchte der rechte Politiker unter dem Motto "Ja zu Leipzig, Nein zum Linksextremismus" direkt vor dem linken Netzwerk "linXXnet" in der Brandstraße 28 demonstrieren. "Friedlich, aber deutlich", wie der Ex-AfD-Mann auf Facebook verkündet. Die linke Gewaltserie in Leipzig müsse endlich ein Ende finden, denn Brandanschläge, Angriffe auf politisch Andersdenkende und massive Sachbeschädigung gehören nicht zu Leipzig, so Poggenburg weiter.

Das Ordnungsamt hat die Demonstration bestätigt. "Veranstalterseits werden maximal 30 Teilnehmer/innen erwartet. Das Versammlungsrecht sieht keinen Genehmigungsvorbehalt vor", so die Stadt Leipzig auf TAG24-Anfrage. Allerdings wurde gemäß dem Sächsischen Versammlungsrecht ein Beschränkungsbescheid erlassen. Das heißt, die zuständige Behörde kann die Demo verbieten, wenn erkennbare Umständen die öffentliche Sicherheit bei Durchführung der Versammlung unmittelbar gefährden.

Seitens der Leipziger Bürger regt sich bereits Protest. Ab 10 Uhr soll ein Demozug unter dem Namen "Schulter an Schulter gegen Faschismus" angemeldet sein, der in Sichtweite von Poggenburgs Demo verlaufen soll. "Wir haben die permanenten Schikanen gegen einen ganzen Stadtteil satt!", heißt es in der Facebook-Veranstaltung dazu.

Mehrfach hatte André Poggenburg bereits versucht, in Connewitz eine Kundgebung abzuhalten. Im Juli erst wurde seine letzte Demo aus Connewitz vor das Bundesverwaltungsgericht verlegt. Hunderte Menschen kamen zu Protest. (TAG24 berichtete)

Mehr zum Thema Leipzig Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0