Immer mehr Angriffe auf Journalisten in Sachsen

Leipzig - Die Zahl der gewaltsamen Angriffe auf Medienvertreter in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen.

Die Polizei sicherte mehrere Demonstrationen in Chemnitz mit einem Großaufgebot (Bildmontage).
Die Polizei sicherte mehrere Demonstrationen in Chemnitz mit einem Großaufgebot (Bildmontage).  © DPA (Bildmontage)

Die Das geht aus einer aktuellen Studie des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig hervor.

Demnach gab es 2018 insgesamt 26 gewaltsame Angriffe auf Journalisten.

Ursache für den erneuten Anstieg sind vor allem die gewaltsamen Proteste Ende August in Chemnitz (TAG24 berichtete).

Innerhalb eines Monats ereigneten sich in der sächsischen Stadt zehn Angriffe – neun davon an nur einem Tag.

Mit Ausnahme von vier Attacken haben alle Taten einen politisch rechten Hintergrund.

Das ECPMF erhebt seit 2015 entsprechende Daten. Damals wurden 43 physische Übergriffe registriert, im Folgejahr ging die Zahl auf 19 zurück.

2017 dokumentierte das ECPMF noch acht Angriffe.

"Dass die Fallzahlen 2016 und 2017 zurückgegangen sind, war nur scheinbar ein Grund zur Beruhigung. 2018 mussten wir sehen, dass die 'Lügenpresse'-Hetze nach wie vor eine große Gefahr für Journalisten darstellt", sagte die Autorin des Reports Pauline Betche.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0