100.000 Euro Belohnung! Sachsens Innenministerium setzt Kopfgeld auf Leipzigs Linksextremisten aus

Leipzig - Nach den Brandanschlägen auf Baustellen und dem Angriff auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma in Leipzig ziehen Sachsens Sicherheitsbehörden nun härtere Bandagen auf: Mit einer Belohnung von 100.000 Euro jagen sie jetzt die Täter.

Anfang Oktober hatten Unbekannte zwei Kräne auf der Großbaustelle an der Prager Straße angezündet. Einen Monat später wurde eine Immobilienmanagerin in ihrer Wohnung angegriffen. Die Polizei bittet nun um Hinweise zu beiden Vorfällen und hat dazu eine Bel
Anfang Oktober hatten Unbekannte zwei Kräne auf der Großbaustelle an der Prager Straße angezündet. Einen Monat später wurde eine Immobilienmanagerin in ihrer Wohnung angegriffen. Die Polizei bittet nun um Hinweise zu beiden Vorfällen und hat dazu eine Bel  © Einsatzfahrten Leipzig

Genauer geht es um den Brandanschlag auf die Großbaustelle Prager Straße am 3. Oktober sowie den Angriff auf eine Immobilienmanagerin am 3. November. Das Landeskriminalamt hat ein Fahndungsplakat mit den Daten ins Internet gestellt.

Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA erbittet Hinweise.

Wer kennt die Täter oder Personen aus deren Umfeld? Wer hat zu den Tatzeiten im Bereich der Tatorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen?

Für Informationen, die zur Aufklärung der Fälle führen, hat das Innenministerium im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft ein Kopfgeld in Höhe von insgesamt 100.000 Euro ausgesetzt - jeweils 50.000 Euro für jede Straftat.

Hinweise sollen an das Landeskriminalamt unter Tel. 08008552055 oder an jede andere Polizeidienststelle gegeben werden.

Zu beiden Vorfällen waren bereits Bekennerschreiben auf dem linken Online-Portal "indymedia" aufgetaucht. "Grüße aus Connewitz", hieß es dort beispielsweise nach der Attacke auf die Immobilienmanagerin. "Wir haben uns entschieden, die Verantwortliche für den Bau eines problematischen Projekts im Leipziger Süden da zu treffen, wo es ihr auch wirklich weh tut: in ihrem Gesicht."

"Das ist eine neue Qualität der Gewalt, die den ganzen Rechtsstaat herausfordert", sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) am Freitag nach einem Treffen mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). "Dieser Kampf kann nur aus der Mitte der Gesellschaft geführt werden."

Auch zum Angriff auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma wird nach Hinweisen gesucht.
Auch zum Angriff auf die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma wird nach Hinweisen gesucht.  © Silvio Bürger

Titelfoto: Einsatzfahrten Leipzig

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