Nach Angriff auf Leipziger Polizeirevier: Bekennerschreiben aufgetaucht

Am Polizeirevier Südwest waren Vandalen am Werk.
Am Polizeirevier Südwest waren Vandalen am Werk.

Leipzig - Im Falle des Anschlags auf das Polizeirevier (TAG24 berichtete) in der Weißenfelser Straße, tauchte am Dienstagmittag ein Bekennerschreiben auf.

Auf dem linksalternativen Forum linksunten.indymedia.org erklärte eine unbekannte Person unter dem Pseudonym "Karoline Klimper", warum das Revier im Südwesten attackiert wurde. Offenbar war es ein Racheakt im Nachzug auf beim G20-Gipfel verletzte und festgenommene linke Aktivisten gewesen.

"Wir setzen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Staat, Bullen und Repression. Wir zeigen uns solidarisch mit allen unseren Freund*innen, die im Rahmen des G20 Gipfels von den Bullen schikaniert, verletzt, inhaftiert oder anderweitig mit Repression überzogen wurden", heißt es auf der Internetseite.

Ganz offen geben die Täter die Attacke zu: "In der Nacht zum Montag haben wir das Bullenrevier Südwest in der Weißenfelser Straße angegriffen. Wir haben an dem Gebäude die Fenster aus Sicherheitsglas, ein Polizeischild und die Gegensprechanlage mit Hämmern beschädigt und es mit einer 'schwarzen Substanz' besprüht."

Neben den Ereignissen in Hamburg stellen die Schreiber außerdem den Bezug zum "Black Triangle" her. Das bezeichnet einen autonomen Freiraum in einem besetzten Bahngebäude in der Arno-Nitzsche-Straße. Die Deutsche Bahn AG will dieses räumen lassen und reichte Klage beim Bundesgerichtshof ein.

Auf der Internetseite kündigen die Täter indirekt weitere Aktionen an: "Dies war ein Vorgeschmack, was im Falle einer Räumung zu erwarten ist."

Titelfoto: Alexander Bischoff


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