Angst vor plötzlichem Herztod: Diese App rettet Leben!

Laufen wir täglich daran vorbei? Viele Menschen wissen nicht, wo sich ein lebensrettendes AED-Gerät in ihrer Nähe befindet.
Laufen wir täglich daran vorbei? Viele Menschen wissen nicht, wo sich ein lebensrettendes AED-Gerät in ihrer Nähe befindet.  © DPA

Leipzig - Der plötzliche Herztod ist die Todesursache Nummer Eins in Deutschland. Allein in der Messestadt sind jährlich mehr als 8.500 Menschen davon betroffen. Die App "LEIPZIG SCHOCKT" soll dabei helfen, Leben zu retten.

Es ist eine Situation, bei der sich wohl fast jeder hilflos fühlen würde: Man ist unmittelbar dabei, als ein Bekannter, Nachbar oder auch unbekannter Passant einen Herzanfall erleidet. Kaum jemand weiß, wie man sich in einem solchen Schockmoment verhalten sollte. Doch gerade die ersten Minuten nach einem Anfall sind entscheidend.

Die App ist eine Initiative des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und hat sich bereits in anderen Städten wie Berlin und Hamburg bewährt. Im Rahmen der "Woche der Wiederbelebung", die am Montag in Leipzig begann (TAG24 berichtete), wurde "LEIPZIG SCHOCKT" nun freigegeben.

Die Anwendung führt per Smartphone durch die ersten lebenswichtigen Schritte für Helfer. Die App sendet nicht nur per Notruf die GPS-Daten des eigenen Standorts, sondern zeigt auch an, wo das nächste AED-Gerät (Automatisierte Externe Defibrillator) angebracht ist. Sobald die Elektroden des "Schockers" in Position gebracht sind, erklärt das Gerät die nächsten Schritte. Viele Leipziger wissen womöglich gar nicht, wo in der Stadt sich die AEDs befinden.

Beispielsweise sind Geräte in den Höfen am Brühl, in der Bernhard-Göring-Straße oder auch im Kaufland in Reudnitz zu finden. Um allerdings noch mehr Standorte in die Karte aufnehmen zu können, bittet der ASB alle Leipziger Bürger um Hilfe. Wer einen der Defibrillator in der Stadt entdeckt, meldet ihn einfach über diese Seite.

Auch, wenn man niemandem wünschen mag, jemals den Herzstillstand eines anderen Menschen zu erleben - in Zukunft wissen wir, was zu tun ist!

Auf der Karte werden die Standorte der Defibrillatoren angezeigt.
Auf der Karte werden die Standorte der Defibrillatoren angezeigt.  © Screenshot/ leipzig-schockt.de

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