Kritik: Neues Paulinum in den Händen der CDU?

Am Mittwoch fand im neuen Paulinum die Bauabschluss-Feier im festlichen Rahmen statt.
Am Mittwoch fand im neuen Paulinum die Bauabschluss-Feier im festlichen Rahmen statt.  © privat/DPA

Leipzig - Kaum sind die Bauarbeiten beendet, hagelt es Kritik für das neue Paulinum auf dem Uni-Campus.

Am Mittwoch wurde das Gebäude, das an die alte Universitätskirche erinnern soll, zum ersten Mal geöffnet. Etwa 200 geladene Gäste feierten den Bauabschluss der Kirche, die ursprünglich bereits vor acht Jahren fertiggestellt werden sollte (TAG24 berichtete).

Hatte der Bau schon im Vorfeld für Aufsehen gesorgt, scheinen nicht alle Leipziger erfreut zu sein über das neue "Schmuckstück" auf dem Universitäts-Campus. Vor allem die Feierlichkeiten am Mittwoch standen in der Kritik. Die sollen vor allem im Zeichen der CDU gestanden haben.

SPD-Politiker Holger Mann beschwert sich auf Facebook: "Eine Feier ohne Mitsprache der #Uni oder #Stadt auf Steuerzahlerkosten auf der ausschließlich CDU-Redner sprechen, erscheint mir für das von der #SED gesprengte Gebäude unangemessen."

Ein Twitter-User stellte gleich das ganze Konzept in Frage, ärgerte sich über die Worte von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Der sah das Paulinum als Stätte an, in der "Glaube und Wissen wieder zusammen[geführt]" würden. Die Antwort: "Da hat jemand auf der Scheibe Erde wohl zu viele Globuli geschluckt."


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